Mentor, Berater, Coach oder Trainer: Welcher Begleiter passt zu Ihnen?

Thomas Göller und Volker Pietzsch sprechen in dieser Episode über Berater, Coaches und Trainer und mehr. Gemeinsam klären sie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Rollen und diskutieren, warum es oft wenig Sinn macht, alle Titel gleichzeitig zu tragen. Thomas Göller teilt seine persönlichen Erfahrungen aus verschiedenen Coaching-Ausbildungen und erläutert, warum er sich selbst nicht als klassischen Coach sieht.

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Inhalt der Episode

In der heutigen Diskussion erkunden Volker und Thomas die Feinheiten von Coaching, Beratung, Training und Mentoring. Was steckt hinter diesen Begriffen und Jobtiteln? Was sind die Unterschiede? Thomas teilt eine Vielzahl von persönlichen Erfahrungen und Definitionen, die das Verständnis für diese Begriffe vertiefen. Dabei betont er die Bedeutung der Unterscheidung zwischen den verschiedenen Rollen und ihrer Anwendung in unterschiedlichen Kontexten. Volker wiederum reflektiert während des Gesprächs seine eigenen Vorbehalte und Erkenntnisse, insbesondere in Bezug auf den Begriff “Coaching”.

Sie betonen die Wichtigkeit, die richtigen Begriffe zu wählen, um Missverständnisse zu vermeiden und die Kommunikation zu verbessern.

Darüber hinaus diskutieren sie die Herausforderungen, denen sich Menschen gegenübersehen, wenn sie nach Unterstützung suchen und sich in den unterschiedlichen Rollen von Coaches, Beratern, Trainern und Mentoren bewegen. Sie erörtern die Notwendigkeit, eine klare Definition und Abgrenzung zwischen diesen Begriffen zu schaffen, um Verwirrung zu vermeiden und effektive Unterstützung zu bieten.

In dieser Episode erwartet Sie eine inspirierende Auseinandersetzung darüber, wie wir uns selbst und anderen helfen können, effektiver zu kommunizieren und erfolgreicher zu sein, sowohl persönlich als auch beruflich.

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Gemeinsam mit Ihnen nimmt sich Thomas Göller circa eine Stunde Zeit. In diesem intensiven Meeting klären Sie zusammen:

Im Anschluss entscheiden Sie in Ruhe, ob Thomas Göller etwas für Sie tun kann. Und Ihr Mentor Thomas Göller entscheidet, ob er Sie als Klient oder Klientin begleiten möchte,

Natürlich findet dieses Gespräch ohne jede Berechnung und völlig unverbindlich statt.

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Transkript zu dieser Episode

Volker

Werbung.

Sprecher 3

Was passiert, wenn der Chef oder die Chefin eine Auszeit nimmt und die Angestellten auf sich allein gestellt sind? Christian Pugelsheim und Michael Habeckhorst beschreiben in ihrem Buch Radikal Weg: Die Herausforderungen für Unternehmer und Mitarbeiter, welche Vorbereitung notwendig ist und worauf unbedingt zu achten ist bei einer Auszeit. Radikal Weg: Wenn der Chef ein Jahr Auszeit nimmt und das Unternehmen dennoch funktioniert. Erschienen im Mentoren Media Verlag, www. Mentoren’-verlag. De. Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.

Volker

Heute wieder mal eine Episode mit Begriffdefinition. Und ich habe das vor kurzem auf einer Webseite gesehen, da ist jemand Coach, Mentor, Berater, Trainer. Irgendwie steht alles drunter. Geht das? Frage ich mal den Mentor.

Thomas

Ja, genau. Na ja, steht alles drunter. Ich hätte jetzt gar nicht sagen, steht alles nebeneinander. Das Das ist so wie so ein kleiner Running’-Gag. Warum ist bei diesen Menschen, ist doch schon mal aufgefallen, dass die alle Querformatvisitenkarten haben? Das liegt daran, dass dann die ganzen Begriffe nebeneinander passen. Also, auf deine Frage zu antworten: Geht das? Ja, das geht. Die zweite Frage, die ich dann stellen würde: Macht das Sinn? Und da würde ich sagen: Nein, macht keinen Sinn. Und deswegen, lass uns mal definieren: Was ist das eigentlich? Wie unterscheiden wir das? Und du hake es bitte dazwischen, wenn ich wieder zu langatmig und zu ausführlich werde und sagst … Stopp. Stopp. Und was ist es aus deiner Sicht? Okay. Wir fangen jetzt mal ohne Reihenfolgen, wir fangen einfach mal an mit Coaching. Was verstehst du unter Coaching, so als Nicht’-Coach?

Volker

Bei Coaching fällt mir immer der Satz ein: „Die Lösung liegt in mir.

Thomas

Ja, das ist schon ganz gut. Ich habe ja auch mal so drei Coaching’-Ausbildungen, teilweise ziemlich hochwertige sogar, die europäisch auch anerkannt sind, gemacht und Und bei meiner ersten Coaching’-Ausbildung, die hätte ich beinahe geschmissen. Das war bei dem Andreas Knierim in Kassel. Liebe Grüße, Andreas. Ich weiß, dass du zuhörst. Und da war folgende Situation: Da war ich schon gut 25 Jahre, round about 25 Jahre selbständig. Und ich habe den irgendwie im Fernsehen gesehen, zufällig, wie das so ist, und da ist er vorgestellt worden als Coach und habe gesagt: „Das ist ja cool. Ich wusste gar nicht, was das ist und was der macht. Und dann sagt: „Das kann ich gut gebrauchen. Für mich kann ich Das kann ich gut gebrauchen. Das kann ich gut für meine Mitarbeiter gebrauchen. Das kann ich gut überhaupt gebrauchen und vielleicht ist es ein neues Geschäftsmodell. Und dann bin ich da hingefahren nach Kassel und habe mich da angemeldet für eine Coaching’-Ausbildung. Und das hat nicht lange gedauert. Es war, glaube ich, die zweite oder dritte Sitzung. Und dann hat er gesagt: „So und so, was würdest du tun? Dann hat mich ein Proband gefragt: „Ich habe das und das Problem. Was soll ich tun? Und dann habe ich angefangen zu erzählen, was der tun könnte, weil ich hatte schon 25 Jahre Unternehmererfahrung. Es waren natürlich Unternehmens Kontexte, keine privaten Sachen wie „Meine Ehe funktioniert nicht oder so was, sondern es ging bei mir immer Business, war auch noch eine Business’-Coach’-Ausbildung. Und ich habe dem dann gesagt, was ich an seiner Stelle machen würde. Und dann hat der Andreas schön interveniert, wie sich das gehört, und er hat gesagt: „Nein, das ist kein Coaching. Was du da machst, ist Beratung. Da habe ich gesagt: „Wieso? Der fragt mich doch. Und dann hat er gesagt: „Ja, pass auf. Das ist genauso, wie du sagst, Volker. Coaching geht von der Idee aus, dass die Lösung schon im Coachee, also im Klienten, vorhanden ist. Und du stellst intelligente Fragen und führst den nur durch Fragen, bis er selbst auf seine eigene Lösung kommt, weil nicht nur, dass die Lösung sowieso schon vorhanden ist im Gehirn des Probanden, sondern wenn du selbst auf die Lösung kommst, ist das Ergebnis auch viel, viel wertvoller, wie wenn dir jemand anders sagt, das ist die Lösung, weil du es dir selbst erarbeitet hast. Und dann habe ich den …Ja?

Volker

Ja, ich mache hier eine ganz trennscharfe Linie für mich. Also das heißt, dieses Thema könnte ich mir vielleicht bei einem privaten Problem vorstellen im unternehmerischen Kontext. Ich sage dir, ich habe die Zeit nicht mehr dafür.

Thomas

Also da bin ich nicht ganz bei der. Das Das ist auch im unternehmerischen Kontext ab und zu sinnvoll. Die scharfe Trennlinie würde ich gerne wieder einreißen, weil manchmal ist es wirklich sinnvoll, wenn es Glaubenssätze geht, zum Beispiel. Geld ist schlecht, dann kann ich dir sagen als Berater: „Nein, Geld ist gut und toll und du kannst was Tolles mit machen. Damit ist es nicht getan. Also da muss man im Coaching arbeiten und an Glauben setzen. Also da macht das durchaus Sinn. Aber was ich damals geantwortet habe, habe ich gesagt: „Kosmov Andreas, der hat ein Problem und wollte von mir wissen, wie er das Problem löst. Ich weiß, wie man das Problem löst, weil ich habe es schon 100′-mal gemacht. Deswegen gebe ich ihm eine Antwort. Und wenn du jetzt meinen Berater Vater Coach, wie auch immer man das nennen mag, jetzt wärst und ich hätte dich gefragt: „Pass mal auf, Andreas, ich habe ein Problem. Bitte helf mir, und du hättest gesagt: „Was macht dieses Problem mit dir? Wie würdest du das Ganze angehen?, und so weiter, diese typischen Coaching’-Fragen. „so, von wegen, wie viel Uhr ist es? Ich weiß es, aber du musst selber draufkommen. Oder da gibt es ja diese schönen Witze, wo sich die zwei treffen und sagen: „Wo geht es hier zum Bahnhof? „ja, weiß ich auch nicht, aber schön, dass wir darüber gesprochen haben und lauter so blöde Dinge. Da sage ich: „Wenn du mir so kommen würdest mit diesen typischen Coachingfragen, würde ich sagen: „Du, passt mal auf, Großer. Ich habe dich gefragt und will von dir eine Antwort haben und will nicht in dieses Hypnotalk’-Coaching’-Geschwalle reinkommen. Ich will eine Antwort haben. Und dann sagt er: „Ja. Und dann hat er gemerkt, ich bin dabei, das Ding zu schmeißen, die Ausbildung. Und dann hat er zu mir gesagt: „Pass mal auf, du darfst ja eine Antwort geben, aber du musst dem Klienten dann sagen: „Schau mal, möchtest du auch einen Tipp von mir haben? Und da sagt er: „Blöde Frage, sonst hätte ich nicht gefragt. „frag nicht so dämlich. „okay, dann verlasse ich jetzt meine Rolle als Coach und begebe mich in die Rolle eines Beraters und in der Rolle des Beraters sage ich der: „Pass auf, mach A, B, C, D und dann kriegst du das Problem gelöst. „so, und jetzt verlasse ich die Rolle des Beraters und begebe mich wieder in die Rolle des Coaches. Da habe ich zu Andreas damals gesagt: „Andreas, ich werde im Resten meines Lebens ganz viele Dinge machen, ganz sicher. Das gehört sicher nicht dazu.

Volker

Ja, das ist übrigens mein Gedanke, den ich da gerade hatte, als du das gesagt hast, dass ich das ziemlich albern finde, aber ich verstehe natürlich die Regeln.

Thomas

Ja, das ist die Regel, das ist albern. Es ist trotzdem eine sinnvolle Regel. Deswegen sage ich, Ich bin kein Coach. Ich nutze Coaching’-Elemente, aber wenn ich sage, ich bin Coach, darf ich das nicht so machen, wie ich es mache. Deswegen bin ich kein Coach. Aber ich nutze sehr wohl Coaching’-Elemente auch in meiner Beratung für Unternehmer, wie zum Beispiel, wenn es Glaubenssätze oder ähnliche Dinge geht.

Volker

Aber ich glaube, wir sind gar nicht so weit auseinander, weil das ist ja in dem Moment, dass du Elemente benutzt aus irgendetwas. Aber wenn ich irgendwie vorwärtskommen will, dann bin ich echt in dem Bereich, ich will Hinweise, ich will Tipps. Ich möchte, wenn jemand die Lösung sieht, dass er sie mir sagt.

Thomas

Ja und nein. Wenn es so lösbar ist mit einem Tipp, dann ja. Aber wenn die Lösung auf der Hand liegt, aber deine mentale Haltung, die Soft Skills, die dich daran hindern, zum Beispiel deine Glaubenssätze, dann nützt das nichts. Dann müssen wir Coaching’-Elemente nehmen. Da haben wir eigentlich auch schon den dritten Begriff Beratung. Den haben wir ja da schon drin. Also Beratung ist, du hast eine Frage, ich weiß, wie es geht und ich sage dir es. Und dann sagst du: „Ey, geil. Ab morgen mache ich es so. Also Beratung ist relativ einfach. Deswegen zum Beispiel Coaching ist Augenhöhe, Beratung nicht. Also bei Coaching begibst du dich mit dem Klienten auf Augenhöhe. Bei Beratung, du willst niemanden buchen, der genauso weit ist wie du.

Volker

Nein. Nein, auf keinen Fall.

Thomas

Ganz genau. Also ein Berater, von dem erwartest du, dass der weiter ist wie du und der einfach dir sagen kann: „Pass mal auf, das ist ja toll, dass du fragst. Das ist klasse. Schau mal, mach das so, mach das so und so genau geht’s. „ah ja, okay, das ist Beratung. Also das ist relativ einfach zu definieren. Nichtsdestotrotz ist das kein einfacher Prozess oder keine minderwertige Tätigkeit. Im Gegenteil, das ist somit das Anspruchsvollste, was es gibt, nämlich du musst ja dann analysieren: Passt dieser Tipp? Sind die schon soweit? Können die das umsetzen? Und so weiter. Aber das gehört eben alles zur Beratung.

Volker

Da muss ich mal in mich gehen, weil ich tendiere dann dazu, Menschen zu buchen, die mich beraten. Ja.

Thomas

Und was ist daran verkehrt?

Volker

Nein, ich überlege nur gerade. Das ist einfach tatsächlich die Herangehensweise. Ich erkenne ein Problem, haben wir im Verlag ja auch. Das heißt, wir müssen irgendwas wissen über, wie tickt was, was ich, ein großer Buchhandel und dann holst du dir jemand, der weiß, wie das geht.

Thomas

Dann angenommen, bleiben wir mal bei dieser Beratung, so wie du es beschrieben hast. Du sagst, du holst ja jemanden, der weiß, wie es geht und der sagt: „Schau mal, das und das ist die Methode, das ist das Verfahren und so geht‘s. Dann kannst du es noch lange nicht. Du weißt dann, wie es geht, aber du kannst es nicht. Und dann kommt der Trainer ins Spiel. Der Trainer sagt beim Fußball, Fußballtraining, ich bin jetzt kein Fußballexperte, aber ich nehme jetzt mal dieses Beispiel, du kannst doch Handball oder irgendwas anderes nehmen. Du weißt, wie man Tore schießt und du weißt auch genau, wie man einen Ball anschneidet, dass der so eine Mauer drum rumfliegt und einen Bogen schlägt, damit er ins Tor geht, obwohl vorne dran eine Mauer steht, beim Freistaus zum Beispiel. Wenn ich dir das einmal erkläre und auch die Technik erkläre: „Pass mal auf, du musst den Ball so kicken, dass du mit dem Außenriss da entlangschabst. Dann kriegt der Ball eine Drehung und dann dreht er sich und dadurch macht er einen Bogen. Irgendwann hast du das verstanden. Ich kann dir das auch noch physikalisch aufmalen und beweisen und so weiter. Dann weißt du, wie es geht. Einverstanden?

Volker

Ja.

Thomas

Kannst du es?

Volker

Nein.

Thomas

Das ist Training. Dann brauchst du den Trainer, der dir sagt: „Pass auf, nein, guck mal, deine Hände, die sollten sich dabei so bewegen und dein linker Fuß sollte nicht so stehen, sondern so, wenn du mit rechts schießt. Und jetzt übst du das einfach so lang, bis du es kannst. Das ist Training. Training on the Job. Da gibt es dann ganz viele Varianten dafür, dass man sagt, okay, du machst einfach ein Seminar und sagst, guck mal, ist dann ein Seminar ein Coaching, ein Training oder eine Beratung? In der Regel ist es Training oder ein Sichtbar machen von Methoden. Und dann gibt es Training on the Job zum Beispiel. Dann geht ein Trainer mit, beobachtet dich, wie auf dem Fußballplatz. Dann geht zum Beispiel ein Trainer mit zu einem Verkaufsgespräch oder zu einer Verhandlung, setzt sich still nebendran, gibt dir hinterher Feedback und so lernst du Stück für Stück für Stück, die Dinge zu tun, von denen du weißt, dass sie richtig werden. Man kann das natürlich jetzt in die Tiefe machen, wollen wir aber an der Stelle in unserem Podcast nicht. Das ist Coaching, Training und Beratung. So, bleibt noch ein Begriff. Also es gibt bestimmt noch mehr Begriffe. Übrigens der Begriff Coaching ist natürlich massiv überstrapaziert. Ich hatte mal eine Klientin: „Dann habe ich gesagt: „Was machst du denn? „ich bin Fahrlehrerin. Da hatte ich gesagt: „Ich habe eine Idee. Ich bin jetzt Mobility Coach. Ja, die Idee war gar nicht so schlecht, weil sie wollte also ihr Business erweitern und hat gesagt: „Ich bin jetzt hier, weil es so viele Mitbewerber gibt, mit reiner Fahrschule am Ende angelangt. Also da ist der Markt des Erdekts. Aber ich habe sehr viel Ahnung. Ich könnte zum Beispiel große Speditionen beraten, wie die Fahrer so fahren, dass sie weniger Knollen kriegen, viel mehr Spritzen sparen, viel weniger Unfälle bauen. Und das rechnet sich ja für ein Unternehmen ganz massiv. Also überleg mal, wie viele Millionen Kilometer die pro Jahr fahren, diese ganzen großen Speditionen. Und wenn du dann ein … Ja, was bist du dann? Bist du Mobility Coach, weil die können fahren.

Volker

Wobei ich würde den Begriff, ich würde einen schöneren Begriff suchen dafür. Und das ist so gerade … Weil ich habe jetzt so ein bisschen, weil du merkst ja, ich habe gegen den Begriff Coaching eine Ein Glaubenssatz, der vielleicht da drin hängt. Was natürlich, ich weiß auch, wo es herkommt. Ich bin der klassische Netzwerker, bin auch vielen treffen und das kennst du bestimmt auch. Was passiert, wenn du dich mit Menschen unterhältst? Auf einmal akquiriert dich jemand an und was steht auf der Visitenkarte? Coach. Genau. Und das ist so ein bisschen, das merke ich gerade, da kommt im Prinzip auch meine, sage ich mal so bisschen Negativhaltung zu diesem Thema, weil es sind eine Menge Menschen unterwegs, die, glaube ich, die die Idee, so wie ich sie heute von dir wahrgenommen haben, auch verwässern.

Thomas

Und eine weitere ganz, ganz wichtige Regel im Coaching ist eben auch, niemals unfragt zu coachen. Niemals. Und das machen leider viele Coaches, die haben dann so ein Helfersymptomen’-Schaden und die fangen dann an, bei so einem Netzwerktreffen dich zu coachen und sagen: „Ich könnte dir helfen. Halt doch einfach die Klappe. Also das funktioniert nicht. Aber noch mal auf diesen Mobility Coach. Ich habe da drüber nachgedacht und fand das ja gar nicht so schlecht, weil ist das Training? Nein, es ist kein Training in dem Sinne, weil die können alle Autofahren, die haben alle schon Millionen von Kilometer auf dem Buggel. Ist es Beratung? Auch nicht, weil die wissen, wie man Spritzbaden fährt. Also es ist was, ein Verhaltensweise in den Alltag drüberbringen, eine geänderte Verhaltungsweise. Das ist so eine Mischung zwischen Training und Coaching. Sicherlich könnte man da bessere Begriffe finden, aber ich fand das gar nicht so schlecht mit dem mobility coach. Das ist ein Begriff, der unglaublich inflationär verwendet wird, weil er eben auch nicht geschützt ist. Übrigens Training und Beratung natürlich auch nicht. Aber jeder ist irgendwie Coach. Jeder darf auch Coach sein. Du brauchst keine Ausbildung. Es gibt auch dieses Hausfrauenausbildung, Coaching in one Wochenende, be a Coach in one Wochenende. Also ganz, ganz gruselig. Aber es gibt natürlich, man darf der Branche nicht nicht Unrecht tun. Coaching hat seine Daseinsberechtigung. Der Gesetzgeber sieht da keine Regeln vor, aber man sollte halt gucken, wo hat derjenige eine Ausbildung gemacht? Wie seriös ist dieses Institut oder diese Institution, wo die Ausbildung gemacht wurde? Wie viel Erfahrung hat der? Wie sind die Kundenstimmen? Und so weiter. Aber das soll mal ein anderes Thema sein.

Volker

Ja, gibt es aber in vielen Bereichen. Journalismus ist ja ähnlich. Das heißt, kann man sich einfach auf die Visitenkarte schreiben, aber natürlich ist jemand, der eine zehnjährige Ausbildung hat oder zehnjährige Erfahrung hat, wahrscheinlich anders unterwegs als jemand, der es nur auf die Visitenkarte schreibt.

Thomas

Ja, ist ein gutes Beispiel und der Unterschied ist eben, dass es nicht so viele Leute gibt, die Journalist auf die Visitenkarte schreiben, aber extrem viele, die Coach auf die Visitenkarte schreiben und das ist halt so der Knackpunkt. Trotzdem ist es eine sinnvolle Geschichte. Ich habe mir das Gehirn zermatet, weil ich hatte das auch draufstehen. Ich hatte es nicht so auf der Visitenkarte, aber nach dieser Coaching’-Ausbildung oder nach den drei Coaching’-Ausbildungen habe ich gesagt: „Ich bin auch gerne Trainer Ich stelle mich auch gerne vor eine Gruppe von Menschen und mache ein Seminar. Ich bin aber auch gerne Berater, eigentlich am liebsten. Was bin ich denn eigentlich? Und ich habe dann gesucht nach einem Begriff und ich habe das schon mal erzählt hier an dieser Stelle, wie ich auf den Begriff „Mentoring gekommen bin. Da gibt es ja den Herrn „Mentor, deswegen kürze ich jetzt ab, der den Sohn von Odiseus, dem König von Itakar, als der auf die große Reise, auf die Irfahrt, gegangen ist, hat „Odiseus zu seinem Freund Mentor gesagt: „Sagen wir, Mentor, könntest du dich meinen Sohn Telemach kümmern? Könntest du dem Lehrer sein, Freund sein, Vaterersatz sein, Tutor sein? Und dann hat Mentor gesagt: „Ja, mache ich ihn. Das war ja, wenn man in die Geschichte reinschaut von Homère, auch sehr erfolgreich. Und daran merkt man schon, Mentoring ist wie so ein Überbegriff. Man hat da verschiedene Rollen und man muss eben nicht sagen: „Ich verlasse jetzt die Rolle des Coaches, begeb mich in die Rolle des Trainers, verlasse jetzt die Rolle des Trainers, begebe mich in die Rolle des Beraters. Das ist boring, sagen die Amis. Das ist stinkenlangweilig und nervig. Sondern das Ding steht bei mir auf der Wissenkarte: „Ich bin Mentor, weil das beinhaltet nicht nur Coaching, Training und Beratung, das beinhaltet auch Netzwerker, Ideengeber, Motivator, you name it. Das, was jetzt notwendig ist, zu einer Lösung zu kommen, ohne dass wir die Rollen definieren müssen. Das ist eine sehr komfortable Geschichte. Ich hoffe, dass jetzt nicht jeder auf die Idee kommt, alternativ Coaching, sich Mentor zu nennen, sondern nur, wenn es tatsächlich alle Bereiche, die es da gibt, eben auch abdecken kann.

Volker

Du hast einen strategischen Vorteil. Also ich habe das vor kurzem auch eine Visitenkarte bekommen, da stand auch Mentor drauf und für mich stimmte halt das Alter nicht. Also das heißt, Mentor verbinde ich dann … Ich finde, Mentor und Mitte 20 kann vielleicht sein, aber auf den ersten im Augenblick, verträgt sich es nicht.

Thomas

Ganz genau. Das ist auch so, wenn du beliebige Menschen in der Fußklinikation, du fragst: „Wie alt ist ein Mentor, was seine Haarfarbe hat?, der kommen immer die gleichen Antworten. Ganz klar.

Volker

Also ich habe jetzt die Einschränkung, wenn ich mir vielleicht einen Mentor für TikTok hole, dann könnte der vielleicht Mitte 20 sein.

Thomas

Ja, das ist noch viel krasser. Das ist es ja immer. Es gibt immer Ausnahmen. Es gibt auch einen Mentor, der dich im Unternehmertum beraten, mentoren kann, beraten, begleiten kann, der Mitte 20 ist, warum nicht? Aber das sind die absoluten Ausnahmen. Ausnahmen bestätigen halt die Regel. Das ist so ein Punkt und man sollte eben auch alle Rollen ausfüllen können. Und das sind ja jetzt nicht nur die drei, Coaching, Training und Beratung, sondern ich werde ja ganz oft gefragt: „Meinlich, du kennst doch so viele Leute. Kannst du mir dann Kontakt zu dem herstellen? Kannst du mich da einführen? Kannst du mich in so eine Gruppe von Menschen, in eine Community einführen? Weil ich halt durch meine ewig lange Erfahrung da unheimlich viel mit Und das ist eben Mentoring. Und zum Abschluss, ich habe so drei Begriffe gefunden, die sind zum Glück nicht so verbreitet. Da gibt es ja noch was anderes, nämlich so was wie eine Agentur. Was macht eine Agentur? Beraten die? Ja, wenn sie beraten, dann ist das sozusagen „Explain to you. Also sie erklären dir, was zu tun ist. Wenn du dann weißt, okay, ich habe jetzt verstanden, wie es geht, will es aber gar nicht selber lernen, weil du sagst immer, wir brauchen Personal, dann suchst du dir den jemanden, der das für dich macht. Das können Mitarbeiter sein, das kann eine Agentur sein, es kann ein Dienstleister sein und das nennt man dann „done for you, jemand, der „done for you macht. Und bei einem Mentoring, also wenn du die beiden Sachen auf so eine Balkenwaage legst, kennst du das, wo auf der linken Seite Gewicht ist und auf der rechten Seite? Und auf der linken Seite ist done for you, also jemand macht es für dich und auf der rechten Seite ist explain to you, dann ist Mentoring, da schiebst du diesen Klotz, dieser Balkenwaage, dorthin, wo der andere das will. Dass du sagst, das ist der Prozess create with you, also gemeinsam tun. Dass du sagst, okay, das habe ich verstanden, das kann ich selber machen, das habe ich verstanden, aber das ist mir ist es so kompliziert, das zu kompliziert, das zu lernen. Kannst du das machen oder kennst du jemanden, der das machen kann? Und das ist halt so diese Rollenverteilung. Deswegen fand ich mal wichtig, dass wir einfach mal so eine kleine Definition abgeben. Die ist jetzt sicherlich nicht wissenschaftlich oder Wikipedia geeignet, sondern das ist unsere Das ist meine Definition.

Volker

Das ist nicht der Anspruch dieses Podcasts. Genau.

Thomas

Aber ich glaube, es hilft so ein bisschen, sich da einzusortieren. Und es ist sowieso nicht gut, draufzuschreiben: „Ich bin Trainer, Berater, Coach, Speaker, kommt oft. Vielleicht als Letztes: Was macht ein Speaker? Der macht nichts von den drei Sachen, aber er kann unter Umständen alle drei Sachen oder eins davon. Viele Speaker verkaufen hinterher ein Training, viele Speaker verkaufen hinterher eine Beratung, viele Speaker verkaufen hinterher ein Coaching, viele Speaker verkaufen hinterher ein Mentoring. Was ein Speaker macht, ist, er steht auf einer Bühne und öffnet eine Tür, bei der die Zuhörer und Zuschauer sehen können, wie sieht denn das gelobte Land hinter dieser Tür auf? Und er macht ihm nur einen Spalt auf und stellt das so genial und spannend dar, dass die Leute sagen: „Da hinten dran sieht es ja toll aus. Und dann anschließend, nach dem Vortrag, kommen sie zu ihm an die Bühne und sagen: „Ich habe da hinten was gesehen. Das interessiert mich. Wie machen wir jetzt weiter? Und dann kommt eben das, was er tut. Das noch zum Thema „Speaking, weil viele, die ich kenne, haben Coach, Trainer, Berater, Speaker auf der Karte drauf stehen.

Volker

Ich glaube, du warst heute im Coaching sehr erfolgreich, weil tatsächlich muss ich feststellen, dass ich durch meine Erfahrung den Begriff „Coaching abgewertet habe und stelle gerade fest, dass ich offener sein darf.

Thomas

Wunderbar. Dann haben wir eines der großen Ziele unseres Podcasts schon erreicht. Und wenn das jetzt noch mit dem einen anderen Hörer oder Hörerin gelingt, dann sind wir happy und Wir haben wieder eine kleine Delle ins Universum gehauen, was uns hilft, eine Große ins Universum zu hauen. Ja, und in diesem Sinne, weglassen ist besser, weniger Begriffe, die richtigen Begriffe zu finden. Das braucht Mut. Weglassen braucht immer Mut. Vielleicht gar keine Begriffe hin, sondern reinschreiben auf die Wissenkarte, was man bewirkt, was das Ergebnis ist. Bei diesem Weglassen braucht man Mut und deswegen wünsche ich unseren Zuhören und Zuhörenden, bleiben Sie mutig.

Sprecher 3

Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.

Volker

Werbung.

Sprecher 3

Was passiert, wenn der Chef oder die Chefin eine Auszeit nimmt und die Angestellten auf sich allein gestellt sind? Christian Pugelsheim und Michael Habeckhorst beschreiben in ihrem Buch Radikal Weg: Die Herausforderungen für Unternehmer und Mitarbeiter, welche Vorbereitung notwendig ist und worauf unbedingt zu achten ist bei einer Auszeit. Radikal Weg: Wenn der Chef ein Jahr Auszeit nimmt und das Unternehmen dennoch funktioniert. Erschienen im Mentoren Media Verlag. Www. Mentoren’-verlag. De.