„Je mehr Stille sich in dem Häuschen verbreitete, desto mehr Lärm machte ihr Inneres.“
(Lea Söhner, Wo das Schweigen wohnt)
„Wo das Schweigen wohnt“ ist ein psychologischer Familienroman, der im Schwarzwald des Jahres 2015 beginnt und tief in die deutsche Nachkriegsgeschichte hinabführt. Als Alma nach dem unerwarteten Suizid ihrer Mutter ins abgelegene Forsthaus ihrer Kindheit zurückkehrt, prallen alte Verletzungen, ein rätselhafter Abschiedsbrief und ein vermeintlicher Bruder aufeinander – und nichts ist mehr, wie es schien.
Alma, erfolgreiche Geigerin aus Hamburg, glaubt, ihre schwierige Kindheit im Schwarzwald längst hinter sich gelassen zu haben. Doch der Suizid ihrer Mutter zwingt sie zurück in das einsame Forsthaus am Moor. Die Beerdigung soll schnell organisiert, das Haus verkauft, die Vergangenheit endlich abgeschlossen werden.
Stattdessen holen sie die Erinnerungen ein: die kühle, unberechenbare Mutter, das stumme Schweigen über den Krieg, die angedeuteten, nie ausgesprochenen Verluste. In dieses labile Gleichgewicht platzt ein Fremder, der behauptet, ihr Bruder zu sein – ein Mann, der als Kind weggegeben wurde und seine Mutter ein Leben lang gesucht hat.
Gemeinsam folgen Alma und Bernd einer Spur, die von den Tiefen des Moors bis zu den Hungerjahren rund um Königsberg und die sogenannten „Wolfskinder“ führt. Nach und nach legt sich ein Geflecht aus Lügen, Schuld und Überlebensstrategien frei, das drei Generationen verbindet: Margret, die traumatisierte Mutter; Alma, die sich in Leistung und Beziehungen verliert; und die nächste Generation, die unter den ungesagten Geschichten leidet.
Je näher Alma der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es für ihr eigenes, sorgsam gehütetes Geheimnis. Denn auch sie hat eine Entscheidung getroffen, über die sie nie sprechen wollte – und nun droht alles ans Licht zu kommen.
Familiengeheimnisse und Identität – Was macht uns zu dem, was wir sind, und was passiert, wenn das Fundament der eigenen Biografie ins Wanken gerät?
Nachkriegstrauma & Wolfskinder – Der Roman lässt die wenig bekannte Geschichte der ostpreußischen „Wolfskinder“ und der Vertriebenen aufleben und zeigt, wie lange ihre Wunden nachwirken.
Mutter-Tochter-Band – Zwischen inniger Sehnsucht und toxischer Nähe zeichnet das Buch eine komplexe, gleichzeitig harte und zarte Beziehung.
Vergebung und zweite Chancen – Trotz schwerer Themen geht es um die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, sich zu versöhnen – mit der Vergangenheit und mit sich selbst.
Die Stimmung ist dicht, atmosphärisch und stellt die Natur des Schwarzwalds – besonders das Moor – als Resonanzraum für das Innere der Figuren dar.
Lea Söhner wurde im Schwäbischen geboren und studierte Diakonie und Religionspädagogik. Viele Jahre arbeitete sie in der kirchlichen Sozialarbeit und lebte unter anderem in Israel, England, Indien und Südamerika. Später machte sie eine Ausbildung zur Psychotherapeutin und leitete zwei Institute für Tantramassagen in Stuttgart und Zürich. Heute lebt und schreibt sie am Lago Maggiore in der Schweiz und in Argentinien.
Wir verlegen dieses Buch, weil es zeigt, wie tief Krieg, Verlust und familiäres Schweigen in die Gegenwart hineinreichen. Lea Söhner verbindet eine atmosphärisch dichte Schwarzwald-Geschichte mit einem kaum erzählten Kapitel der Nachkriegsgeschichte und macht sichtbar, wie Trauma über Generationen weitergegeben wird – und wie Heilung trotzdem möglich ist. „Wo das Schweigen wohnt“ ist ein Roman für Leserinnen und Leser, die literarische Spannung suchen und gleichzeitig verstehen wollen, was hinter den blinden Flecken in Familienbiografien liegt.
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