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Zum Jahresende ist es Zeit für Reflexion, Ausrichtung und neue Klarheit. In dieser Episode des Unternehmer Academy Podcasts nehmen wir dich mit in genau diese besondere Phase „zwischen den Jahren“. Es geht um Ziele – aber nicht im klassischen Sinne von starren Zahlen und To-do-Listen.
Wir sprechen darüber,
Du erfährst, wie Jahresziele motivieren können, selbst wenn sie „nur“ zu 80 % erreicht werden, warum viele Unternehmer ihr Potenzial unterschätzen – und wie langfristige Visionen wie ein Polarstern wirken, der Orientierung gibt, ohne jemals erreicht werden zu müssen.
Diese Folge ist eine Einladung, Ziele entspannter, menschlicher und zugleich wirksamer zu betrachten. Für Unternehmerinnen und Unternehmer, die nicht nur mehr erreichen wollen, sondern bewusster entscheiden möchten, wofür sie unterwegs sind.
Perfekt zum Jahresausklang – und als gedanklicher Startpunkt für alles, was 2026 kommen darf. 🎯
Gemeinsam mit Ihnen nimmt sich Thomas Göller circa eine Stunde Zeit. In diesem intensiven Meeting klären Sie zusammen:
Im Anschluss entscheiden Sie in Ruhe, ob Thomas Göller etwas für Sie tun kann. Und Ihr Mentor Thomas Göller entscheidet, ob er Sie als Klient oder Klientin begleiten möchte,
Natürlich findet dieses Gespräch ohne jede Berechnung und völlig unverbindlich statt.
Und noch was: Teilen Sie diese Episode gerne mit Ihrem Netzwerk!
Volker
Der Unternehmer Academy Podcast, und den gibt es jetzt ja schon viele Jahre und deswegen sind viele Dinge auch gesagt. Zum Ende des Jahres ein Thema, das immer wieder hochkommt, ist Ziele setzen. Deswegen heute noch mal ein Unternehmer Academy-Klassik.
Intro
Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.
Volker
So langsam ist ja das Ende des Jahres schon in Sicht. Für mich gibt es immer am eines Jahres ein Ritual. Ich überlege, was passiert im nächsten Jahr? Ich mache so eine kleine Planung für 2022. Was möchte ich erreichen? Und dann fange ich mir an, meine Jahresziele zu definieren. Machst du so was auch?
Thomas
Du, ich mache so was Ähnliches auch, weil ich mal vor etlichen Jahren, ich glaube, das ist schon über 20 Jahre her, in einem ganz anderen Zusammenhang etwas erklärt bekommen habe, wo ich dachte: Was ist das denn? Kennst du den Begriff, weil du sagst Jahresende? Kennst du den Begriff dazwischen den Jahren?
Volker
Ja, klar.
Thomas
Das sind die Tage zwischen dem 24. 12. Und dem 6. Januar. Und wenn du dann nachrechnest, wirst du feststellen, dass das zwölf Tage sind. Und das darauffolgende Jahr hat ja zwölf Monate. Und man hat mir gesagt, na ja, man könnte eben auch so hingehen und sagen, diese zwischen den Jahren, diese zwölf Tage, die nehme ich, mich auf das nächste Jahr diese zwölf Monate vorzubereiten, dass ich sage: Wie will ich denn das Jahr starten? Was nehme ich mir vor im Januar, im Februar? Wo will ich Mitte des Jahres stehen, einfach mal so anhand von diesen Analogien, sage ich mal, das Jahr zu machen, dass ich nicht so ganz abstrakt sage: Was habe ich das nächste Jahr vor?, sondern schon so eine gewisse Unterteilung im Sinne von, da kommen wir noch drauf, das ist so mein Thema, dass ich sage: Es gibt Ziele. Was für Ziele sind das? Brauche ich das überhaupt? Wie unterscheiden die sich? Gibt es langfristige, mittelfristige, kurzfristige Ziele? Gibt es noch was anderes außerdem? Und das ist schon mal so ein erster Rahmen, wo ich mir nicht nur über das nächste Jahr Gedanken mache, sondern schon so ein bisschen strukturiert an die Sache rangehe.
Volker
Na, wie sollte es auch anders sein, dass du da exakt und strukturiert rangehst? Ich hätte es gar nicht anders erwarten dürfen. Also ich bin tatsächlich ein bisschen grober in dieser Geschichte, sondern ich lege mir tatsächlich so in dieser Zeit, also ich mache es immer im alten Jahr, lege ich mir fest, was möchte ich in den nächsten zwölf Monaten erreicht haben? Ich gucke auch zurück, was war gut? Was war schlecht? Gibt es etwas, von dem ich mich trennen möchte? Auch das ist für mich immer ein ganz wichtiger Bereich und da habe ich auch schon tatsächlich in dieser Zeit weitreichende Entscheidungen getroffen und habe eine ganze Idee, die wir verfolgt haben, eingestellt, weil ich sage, das ist irgendwie nicht mehr meine Sache.
Thomas
Meine Empfehlung ist ja deswegen die Frage: Machst du das dann auch schriftlich oder wie weit machst du es schriftlich? Fixierst du die Ergebnisse schriftlich oder ist der Jetzt hast du auch schon mit Notizen? Wie machst du das?
Volker
Also ich habe eine ganz einfache Formel, nur das Schriftliche zählt.
Thomas
Ja, okay. Dann sind wir uns einig.
Volker
Weil das Ding ist, ein Ziel im Kopf zu haben, ist eine Sache, das gehört auch dazu, das zu verinnerlichen. Aber nur, wenn ich etwas, ich nenne es jetzt mal auf eine Formel gebracht habe. Das heißt, ich sage jetzt mal so was Banales wie Umsatzziel pro Firma, was ich wirklich mache, was ich definiere, hat für mich nur eine Wertigkeit, wenn ich diese Zahl am Schluss auch notiere, damit ich sie auch am Ende des darauffolgenden Jahres rausholen kann und auch sagen kann, okay, Ziel erreicht oder Ziel nicht erreicht.
Thomas
Und machst du auch einen größeren Rahmen, also so langfristige Planungen, dass du sagst, wo möchtest du in zehn Jahren stehen, wo möchtest du stehen, wenn du mal aktiv aufhörst zu arbeiten oder aufhörst, zu arbeiten, so rum? Ich will nicht von Rente sprechen, sondern wo du sagst, jetzt werde ich so ein bisschen privat hier, ziehe mich ein bisschen zurück und wo möchte ich in fünf Jahren stehen? Und dann erst zu sagen, das runterzubrechen, okay, was muss ich tun im nächsten Jahr, diesen viel näher zu kommen? Machst du das so auch oder guckst du immer von Jahr zu Jahr?
Volker
Also ich bin tatsächlich eher so der Jahresplaner, aber ich habe trotzdem das, was du jetzt da Ich weiß gar nicht, würde man das schon als Vision bezeichnen oder für mich eher so ein Zwischending? Also ich schaue schon, wo will ich hin, aber tatsächlich gibt es mir die Idee des Aufhörens nicht.
Thomas
Ja, genau. Das ist dann aber sehr individuell. Das ist bei mir natürlich genauso. Im Gegenteil, ich habe die Idee davon, im hohen Alter noch auf einer Bühne zu stehen und angefragt zu werden für irgendeinen coolen Keynote, irgendwas zu sagen, was die Menschheit nach vorne bringt im Sinne von, wir brauchen mehr Unternehmer und Selbstständige in unserer Gesellschaft. Und ich habe das Bild, dass ich da mit einem, das ist ganz witzig, dass ich da mit so einem ganz edlen Stock auf der Bühne stehe und für mich im Innerlichen ist es so, den Stock habe ich, weil er geil aussieht. Weißt du, so ein ganz schön verzierter, vielleicht in Silber, so einen Griff und so, aber weil es edel ist, nicht weil ich ihn brauche. Ich will mir natürlich nicht einreden als Glaubenssatz, dass ich im Alter zum Gehen einen Stock brauche, sondern nein.
Volker
Ich habe jetzt ein Bild im Auge, das ist ganz witzig. Es gibt diesen Sänger Harpo Movies da, der tatsächlich heute auch noch mit einem Stock auf der Bühne auftritt. Eine Zeit lang, als ich das gesehen habe, fand ich das immer, er hat es nicht nötig. Er hat einen Welt’-Hit, der sorgt für sein Einkommen. Ich hatte immer so ein bisschen Mitleid, bis ich aber dann tatsächlich das mal mit verglichen habe und gesagt habe: Nein, der hat einfach keine Lust aufzuhören und solange er noch auf eine Bühne gelassen wird, wird er es machen und es ist okay.
Thomas
Ja, genau. Das Bild habe ich auch, aber das ist natürlich individuell. Das muss nicht jeder haben. Das würde ich mich auch nicht anmaßen, das jemandem einzureden, aber vielleicht merken unsere Zuhörer und Zuhörerinnen, warum wir uns so gut verstehen, weil in der Beziehung sind wir uns völlig einig.
Volker
Na ja, für mich ist es ein Graus, die Vorstellung zu sagen: Du bist jetzt 65, 67, egal welches Alter und jetzt Hörst du auf? Das ist für mich eine unvorstellbare Dinge. Also anders machen, weniger machen, nur noch die Sachen machen, die man besonders gerne macht. Alles okay, aber aufhören? Nein.
Thomas
Ja, und es ist eigentlich noch viel schlimmer zu sagen, wenn ich mal in Rente gehe und endlich aufhören kann, dann fängt das Leben an. Und wir kennen genügend Beispiele und wirklich viele, wo genau das schiefgeht. Mal abgesehen davon, wenn ich sage: Okay, du hast eine Idee, dass du dann das machst, was Spaß macht, okay, das darfst du mal so die Jahre schieben und mal gucken, ob du das, was davon du jetzt schon machen kannst. Das wäre auch so eine kleine Empfehlung.
Volker
Ja, mache ich auch. Ich gucke auch tatsächlich bei Projekten, jetzt kommen wir ja aus dieser Corona’-Zeit, tatsächlich war ich ein bisschen, obwohl alles gut gelaufen ist, trotzdem ein bisschen in Krisenstimmung und ich habe mich auch dabei erwischt, dass ich manchmal Sachen gemacht habe, weil ich einfach so ein bisschen der Situation misstraut habe, dass ich gerade in den letzten Monaten hin und wieder dann doch mal einen Auftrag angenommen habe, den ich unter normalen Umständen nicht angenommen hätte. Und das ist immer gut gegangen, aber meine Erfahrung aus 30 Jahren zeigt, das geht meistens nicht gut.
Thomas
Ja, das ist ja die einfache Formel da. Wenn du ein gutes Bauchgefühl hast, wenn du dein Instinkt hast, dann ist deine Hauptaufgabe, das zu lernen, aufmerksam wahrzunehmen und dann eben auch entsprechend zu handeln und zu reagieren, weil im Nachhinein, das stellen wir ja immer wieder fest, sind diese Empfindungen richtig. Es gibt eigentlich kaum was, wo man sagt: Nein, ich hätte gedacht, dass es schiefgeht. Zum Glück ist es gut gegangen. Passiert ganz selten. Mag sein, ich will es nicht ausschließen, aber meistens bewahrheitet sich dann Und ob es dann eine selbsterfüllende Prophezeiung ist oder nicht, spielt keine Rolle. Wenn es schiefgeht, geht es schief. Deswegen darf man auf sein Gefühl hören.
Volker
Bevor wir auf die Langefristigkeit gehen, würde ich noch mal auf das nächste Jahr gehen. Das heißt, du setzt dich dann hin, ich Du sagst jetzt zwölf Tage, zwölf Monate. Muss ich mir das dann so vorstellen, Januar, Februar, März, April, dass es so geht oder ist es doch ein bisschen schwimmender?
Thomas
Es ist schwimmender. Also es ist für mich der Maßstab, aber ich mag das nicht, diese dogmatischen oder diese Ich gucke jetzt bis zum 31. Januar. Das ist total schwimmend bei mir. Ich fand die Idee halt schön, diese Analogie zu nehmen, zwölf Tage. Und das ist ja das eigentlich, was Menschen schon seit Jahrtausenden tun, indem dieses Gebilde in Stone Edge, dass man das Jahr abbildet und sagt: Okay, zur Sommer Sonnenwende scheint die Sonne da rein und der Schatten, oder eben nicht der Schatten, sondern die Sonne, zeigt auf das Relikt, das da in der Mitte steht, dass man versucht, eben Modelle zu finden, die Wirklichkeit abzubilden. Und dabei ist immer wichtig, und das ist ein zweiter wichtiger Satz für mich: Weißt du, die Landkarte ist nicht das Land. Und diese zwölf Tage ist für mich wie eine Landkarte, ist eine Orientierung, aber es ist eben nicht das Land, sondern es gibt mir eine Orientierung, aber die Wirklichkeit sieht eben anders aus, aber es gibt eine Orientierung und das ist für mich im Zusammenhang mit Ziele das allerwichtigste Wort überhaupt, dass ich da nicht so dogmatisch rangehe oder jetzt messe in Prozente und ich habe jetzt 98,7%. Mist, nächstes Jahr will ich 98,8%. Das sind für mich Dinge, die völlig außerhalb meiner Wunschvorstellung oder meiner Vorstellung ist, wie so was zu funktionieren hat. Also es ist ein Rahmen, der mir das erleichtert. Aber ist doch verrückt.
Volker
Überlegt mal, fast alle, die ich kenne, die selbstständig sind oder eine Führungskraft sind, gehen in den nächsten Tag mit einer exakten Planung, aber ganz viele von denen planen nicht längerfristig. Und dabei ist ja das Verrückte: Wir unterschätzen ja, was wir in einem längeren Zeitraum alles erreichen können und überschätzen uns furchtbar, was wir am am nächsten Tag eigentlich erreichen. Das ist so mein Erleben. Ich habe so ein System, wo ich nur sechs Punkte eintragen darf, To Do’s für den nächsten Tag, mehr geht nicht. Und selbst das ist schon zu viel und unrealistisch.
Thomas
Ja, es geht mir genauso. Ich arbeite ja Ähnlich. Vielleicht machen wir mal irgendeine Folge zum Thema Zeitplanung, weil ich da auch so eigene Ideen habe, die jetzt nicht allgemeingültig sind, sondern wo ich vielleicht erzähle: Wie mache ich? Dann kannst du erzählen: Wie machst du es? Ich finde, mit den sechs Dingen, das ist absolut realistisch. Man kann sich in so eine To’-Do’-Liste viele, viele Dinge eintragen. Für mich sind To’-Dos immer an einen Tag gebunden, weil ich sonst auch erschrecke, wenn da 200 Sachen drinstehen. Und wenn ich dann 200 Sachen an einem Tag drinstehen hätte, dann würde es mich noch mehr erschrecken. Deswegen sage ich: Was hat eine Priorität? Was ist dringend? Da gibt es diese schöne Geschichte, Dringend und eilig und nur eilig oder nur dringend. Das eine kann man delegieren und was nichts davon ist, das kann man wegwerfen und das andere muss man selber machen und das andere dringend und eilig muss man eben Dringend und eilig, muss man eben Selber und sofort machen. Das ist eine schöne Hilfe, das kennt man. Eisenhauer’-prinzip heißt das, glaube ich. Aber das hilft eben bei der Abwägung und ich finde diese sechs Dinge, ich trage die ja dann in den Kalender ein. Ich habe also nur ein Tool für To’-Dos und Termine und mein Kalender sieht eben auch nur eine gewisse Anzahl von Terminen ohne Zeit vor. Also das sind keine Ganztagestermine, sondern Termine ohne Zeitangabe und das sind für mich meine To’-Dos und das sind dann eben Dinge, die jeden Tag da drinstehen.
Volker
Noch ein ganz witziger Effekt, den ich dann festgestellt habe: Du hast dann diese sechs Dinge, auf die ich mich jetzt begrenze und du schaffst dann fünf an einem Tag und am nächsten Tag schaffst du vier. Und am Ende der Woche stellst du fest, es ist immer eine Sache übrig geblieben. Ganz große Empfehlung, diese Sache ganz genau angucken. In 90% der Fälle kann man sie streichen.
Thomas
Ja, das ist so. Ich bin da so ein bisschen noch nicht ganz so gut. Ich brauche dann zwei, drei Wochen dazu, aber wenn ich das dritte Mal … Und dadurch, dass ich wenn ich das im Kalender habe und der vergangene Tag abends, abends muss mein Kalender leer sein. Das heißt, diese To’-Dos, die dann im Kalender drinstehen als Termine ohne Zeitangabe, wenn ich da irgendwas nicht erledigt habe, geht es mir genauso wie dir, dann werden die verschoben. Dann werden sie vielleicht auf den nächsten Tag verschoben. Wenn aber am nächsten Tag schon voll ist mit sechs Terminen, dann kann ich das am nächsten Tag nicht machen, es sei denn, es wäre wirklich dringend. Dann muss aber eins von den anderen Sachen, die da schon drinstehen, sozusagen auf den übernächsten oder auf die nächste Woche verschoben werden. Und ich merke dann immer, okay, ich habe das jetzt schon drei, vier, fünf Mal verschoben. Muss ich das wirklich machen oder kann ich nicht einfach streichen? Und das ist so, wie du sagst, oftmals, nicht immer, aber oftmals streiche ich es dann einfach. Und es ist auch okay so.
Volker
So, jetzt kommen wir mal, ich habe ein Ziel Wie definiert? Ich habe zum Beispiel ein Umsatzziel definiert. Und wie gehst du denn damit wenn du das nach einem Jahr rausholst und sagst: Oh Mist, das habe ich gar nicht erreicht?
Thomas
Ich würde gerne was dazwischen schieben. Um darauf eine Antwort zu geben, braucht man, glaube ich, ein paar mehr Dinge, weil sonst wird es nicht klar. Ich würde ganz gerne für unsere Zuhörend und Zuhörendinnen mal so eine Geschichte kurz erläutern, die bestimmt vielen bewusst ist oder die die viele kennen, aber vielleicht nicht alle und vielleicht hilft auch so eine Erinnerung noch mal. Es gibt so was wie SMARTE Ziele. Das kennen sehr viele Leute. Ist ein Akronym, also eine Abkürzung, SMART. Und wenn man sich mal überlegt, was ist ein SMARTes Ziel, dann hilft das sehr schön bei der Definition, weil, das haben wir ja eben schon gesagt, es gibt kurzfristige, mittelfristige, langfristige Ziele und es gibt so was wie Visionen und Ideen und Fantasien und so was. Wer hat das gesagt? Schmidt war das, glaube ich, der gesagt hat: Wenn du Visionen hast, musst du zum Arzt. Und ich sage: Ja, der Mann hat recht. Wenn du viele Visionen hast, musst du zum Arzt, aber hier geht es nicht diese vielen Visionen im Sinne von vielen Fantasien, sondern hier geht es deine eine große Vision, die du hast. Und das ist eben was anderes. Aber was sind SMATE Ziele? Ist eine amerikanische Abkürzung für Specific, Measurable, Achievable, Relevant, und timely und das Ganze kann man eben auch auf Deutsch übersetzen. Dann ist nur die Reihenfolge ein bisschen anders. Nämlich s steht dann für spezifisch und das bedeutet, Ziele müssen eindeutig definiert sein, also nicht vage, sondern so exakt und so präzise wie möglich. Sonst ist es kein Ziel. Also irgendwie, ich möchte mehr Umsatz machen, ist kein Ziel. Das ist ein Wunsch. Der kann gut sein, aber es ist eben kein Ziel. Es muss messbar sein. Also ich möchte mich besser fühlen, kann auch ein Ziel sein. Woran misst du das? Woran machst du das fest? Das ist beim Umsatz sehr einfach. Da kannst du einfach in deine BWA reingucken oder was auch immer du das eben greifbar machst. Also es müssen Messkriterien festgelegt sein, woran du das messbar machst. Also beim besser fühlen, wenn du sagst, okay, ich stehe fangen sie auf an sechs von sieben Tagen und habe ein Lachen im Gesicht und mache da eine Strichliste, dann wäre das zum Beispiel auch ein Messkriterium. Das ist aber jedem selber überlassen. Aber eben, es muss messbar sein. Das zweite Buchstabe bei SMart. Und A steht für angemessen. Angemessen heißt erreichbar. Die Ziele müssen relativ zum Aufwand verhältnismäßig sein. Also wenn du jetzt, ich sage mal, bei einer Million Umsatz stehst, insgesamt über alle Unternehmen und sagst, ich möchte im nächsten Jahr eine Million Umsatz machen, dann ist das ja messbar und es ist eindeutig definiert. Vielleicht, wenn du sagst, eine Million, 100. 000, 798 Euro und so, weil das ist extrem spezifisch. Es wäre auch messbar, aber es ist überhaupt nicht relativ zum Aufwand verhältnismäßig. Also diese Verhältnismäßigkeit, die ist auch wichtig, also das angemessen sein. Das vierte ist realistisch. Es muss realistisch sein. Das R steht für realistisch. Ziele müssen erreichbar sein. Und da haben wir schon mal so einen Unterschied zu einer Vision. Eine Vision muss überhaupt nicht erreichbar sein. Dieses Kriterium gilt hier gar nicht, aber ein Ziel sollte irgendwie realistisch erreichbar sein. Und, und das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig und so sind wir ja auch gestartet, das T steht für terminiert. Also zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe. Wann soll dieses Ziel erreicht sein? Und nur wenn diese fünf Bedingungen erfüllt sind, dann ist ein Ziel smart. Also ich wiederhole es noch mal, weil wir ja das Ganze nicht visuell haben, sondern nur auditiv unterstützen können. Smart, das S steht für spezifisch, M für messbar, A für angemessen, R für realistisch und T für terminiert. Dann ist es eben ein smartes Ziel und die sagen vielleicht, einige das kennen: Ja, das ist alt und kann man das nicht anders machen. ja, es ist alt, aber nicht alles, was alt ist, ist schlecht. Ich finde, das ist eine recht gute Annäherung, an dieses System mit Zielen zu arbeiten.
Volker
Na ja, wir können das ja mit vielen Dingen, die wir hier schon in diesem Podcast besprochen haben, auch verknüpfen. Jetzt ist zum Beispiel, wenn ich sage, ich möchte nächstes Jahr 5% mehr Umsatz haben, dann ist das ja ein völlig legitimes Ziel, das wahrscheinlich alle diese Kriterien erfüllt, weil, ich sage immer das Beispiel, bringst du: „5%, bin ich ein bisschen fleißiger, kann ich problemlos erreichen.
Thomas
Richtig.
Volker
Also wäre ein Das ist ein total smartes Ziel.
Thomas
Ja, weil es ist spezifisch, es ist messbar, es ist angemessen, erreichbar und nächstes Jahr, so bis 31. 12, das ist absolut terminiert.
Volker
Punkt. Genau. Wenn ich jetzt aber sage, ich möchte meinen Umsatz verdoppeln, dann ist es vielleicht auch erreichbar, es ist auch messbar, aber ich brauche ganz andere Strategien vermutlich.
Thomas
Genau. So, und dann schauen wir: Ist es angemessen und ist es realistisch? Ja, wenn du die Strategie Änderst, also mit fleißiger sagen, geht das dann nicht mehr. Wenn das deine einzige Strategie ist, muss sagen, okay, das ist nicht realistisch. Aber wenn du sagst: Ich nehme ein neues Businessmodell, ich nehme einen Berater, lasse mich da unterstützen, meine Strukturen zu Ändern, da gibt es ja ganz, ganz viele Ideen. Und dann kann man überlegen: Ist es denn damit möglich? Ja, Damit wäre es möglich, konjunktiv. Ich behaupte jetzt, das ist realistisch und dann kannst du loslaufen. Jawohl.
Volker
Okay. So, jetzt machen wir aber trotzdem, jetzt wissen wir, wie wir so ein Ziel einzuordnen haben und wie es am besten aufgebaut ist. Jetzt, es sollte 100. 000 € mehr Umsatz sein und jetzt sind es 80. 000 mehr. Wie gehen wir damit um? Also ich sage, wie ich damit umgehe. Ich sage: Wow, hätte ich ohne das Ziel nicht geschafft.
Thomas
Ja, es ist eine perfekte Sichtweise. Ziele wird ja sehr unterschiedlich diskutiert, weil in der Industrie gibt es ja auch diese Zielerreichungsgespräche und da werden sogar Honorierungen an Zielen festgemacht. Und das war eine Zeit lang sehr, sehr hip, gerade in der Industrie, mit Zielen zu arbeiten. Und viele sagen, das ist nicht mehr modern, das ist nicht mehr angesagt, weil im Prinzip, wenn ein smartes Ziel mal definiert ist, so wie wir es eben gesagt haben, ein echtes smartes Ziel zu finden, ist extrem schwierig, weil es können drei Sachen passieren. Nehmen wir mal den besten Fall. Der beste Fall ist, Du hast wirklich ein exakt definiertes Ziel. Zum Beispiel, nehmen wir diese 5%, die du da gesagt hast, und du misst am Ende des Jahres und du hast 5,0% mehr Umsatz. Also du hast einen Haupttreffer erreicht, also wirklich auf eine Punktlandung. Ich behaupte, das war Zufall. Das Leben ist nicht so, das war Zufall. Also was hilft dir das, wenn du ein Ziel zufällig erreichst? So, der zweite Fall ist, du hast das Ziel nicht erreicht, 80% davon, wie du eben sagst. So, wie viele Menschen sind dann demotiviert? Wie viele Menschen sind dann enttäuscht? Was sagt der Vorgesetzte in dem Gespräch: Hast du dein Ziel erreicht? Ja, zu 80%. Warum nicht 100%, warum nicht 120%, damit sind wir beim dritten Fall. Na ja, warum soll ich mit 20% rausgehen, wenn doch mein Ziel, das ich vorgegeben bekommen habe von außen oder von mir selber, warum soll ich 120% erreichen, wenn ich mir doch das Ziel gesetzt habe, 100% zu erreichen? Ja, Prozentrechnung für manche auch nicht ganz einfach, aber diese 5% zu erreichen. Wenn du das erreicht hast, hast du 100% deines Zieles erreicht. Und warum sollst du dann 5,1%? Warum sollst du dann 6% erreichen? Das wäre ja dann das Ziel übererfüllung.
Volker
Also es ist jetzt nichts Dramatisches, das Ziel zu übererfüllen, aber es ist letztendlich nicht der Sinn eines Zieles.
Thomas
Ja, und deswegen bin ich ein Zieleverweigerer. Ich arbeite ganz anders. Ich gehe da seit einigen Jahren völlig anders an das Thema ran. Trotzdem mache ich mir Gedanken zwischen den Jahren: Was will ich am nächsten Jahr erreichen? Aber auf eine andere Art und Weise, mit einer anderen Einstellung. Vielleicht könnte man, ein Kritiker könnte jetzt sagen: Am Ende des Tages sind das doch auch Ziele, was du da machst, oder? Ja, stimmt vielleicht, aber ich komme von einer anderen Richtung. Wir haben ja einen der ersten Da hast du darüber gesprochen, was braucht es denn zu einer Positionierung? Du erinnerst dich bestimmt. Und da war unter anderem, haben wir gesagt: Woran glaubst du und was ist deine Vision und was ist die Mission, die daraus entsteht? Und genau das ist der Unterschied. Diese Vision, was ist der Unterschied zwischen einem sehr langfristigen Ziel und einer Vision? Ein sehr langfristiges Ziel ist irgendwie immer noch spezifisch und vielleicht immer noch messbar und wenn es sehr langfristig ist, ist es vielleicht immer noch angemessen und vielleicht sogar realistisch. Und terminiert langfristig heißt, was weiß ich, in 30 Jahren. In dem Moment, wo ich smarte Regeln anlegen kann, ist das ein Ziel, vielleicht ein verrücktes Ziel, ein großes Ziel, ein ambitioniertes Ziel oder so, aber es ist keine Vision. Eine Vision muss keines dieser fünf Argumente haben. Also es muss weder spezifisch sein, weder messbar sein, weder angemessen, noch realistisch, noch terminiert. Das darf verrückt sein, das darf völlig abgehoben sein. Ich sage mal ein Beispiel. Es gibt ein schönes Buch von Bill Gates, das der in den 70er Jahren geschrieben hat, also lange vor der Zeit, wo Microsoft wirklich extrem erfolgreich wurde. Und da hat er so von seinen Ideen erzählt und Ideen und Visionen passt gut zusammen. Und da hat er an einer Stelle mal geschrieben, dass er sich vorstellt, was wäre, mal so als Frage in den Raum gestellt, was wäre, wenn in jedem Haushalt weltweit, in jedem Zimmer ein Computer stände? Ich meine, der hat das zu einer Zeit gesagt, wo der Chef von IBM, einem der größten Computerhersteller der Welt, damals und heute immer noch sehr relevant, der hat dann fünf oder zehn Jahre vorher ein berühmtes Zitat gesagt. Er hat nämlich gesagt, der weltweite Bedarf an Computern ist drei. Also nicht irgendwie 300, 3. 030. Da kommt nichts mehr. Drei. Und zwar hatte der im Kopf, es gibt diese unglaublichen Großrechner, wo allein für die Kühlung dieses Rechners eine Turnhalle gebraucht wird. Und dann hat er gesagt, es gibt überhaupt nur drei Staaten, Systeme, die sich so was leisten können. Deswegen der weltweite Bedarf an Computern ist drei, nämlich Amerika, Russland und China. Das hatte der im Kopf und das war noch nicht lange her. Und zu dieser Zeit, wo dieses Dogma im Raum war, schreibt Bill Gates in einem Buch, stellt er vor, in jedem Raum, in jedem Zimmer weltweit, überall, gäbe es einen Computer. Das war damals weder messbar noch völlig unangemessen. Es war völlig unrealistisch und jeder hat gesagt: So ein Spinner. Heute haben wir in jedem Raum, wenn ich mich jetzt hier umgucke, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, ich komme hier, glaube ich, auf fünf oder sechs Rechner. Das, was wir heute so iPhone nennen oder Smartphone, wenn die das gehabt hätten, als sie zum Mond geflogen sind im Apollo’-Rechner.
Volker
Ich gucke gerade aus dem Fenster meiner Sprachkabine und zähle, aber ich werde nicht so schnell fertig.
Thomas
Das habe ich am Handgelenk. Meine iWatch ist zigfach leistungsfähiger, wie der Rechner, mit dem sie zum Mond geflogen sind. Also diese Idee, diese verrückte Vision, die ist jetzt erreicht worden. Das heißt, Visionen können durchaus erreicht werden, aber sie müssen nicht erreichbar sein, sondern ich glaube daran, dass die Welt besser wird, wenn wir mehr Unternehmer haben. Ist das ein erreichbares Ziel, mehr Unternehmer zu haben? Weiß ich nicht, aber wenn wir aus der Vision eine Mission machen, dann kann ich sagen, okay, die Vision ist so was wie ein Leitstern, wie der Polarstern, der dem Captain auf hoher See die Richtung vorgibt. Es gibt einfach eine Richtung vor. Und kein Captain auf hoher See hat die Idee, dass er den Polarstein erreicht, wenn er nur lang genug segelt. Die Idee hat niemand. Aber es gibt eben eine Richtung vor. Und für mich sind Ziele, sogenannte Milestones, also Zwischenschritte, auf dem Weg in diese Richtung. Es geht einfach nur eine Richtung und welche Milestones erreiche ich auf dem Weg dorthin. Und deswegen sehe ich es ein bisschen anders und ein bisschen entspannter. Ich mache mir da Gedanken im Sinne von, was ist meine Mission? Und ich sage mal ein ganz konkretes Beispiel. Wenn wir darüber reden. Ich habe die Vision, dass unsere Gesellschaft Unternehmertum besser akzeptiert, dass diejenigen, die als Familienunternehmer, Solo’-Unternehmer, Herzblutunternehmer, Wissensunternehmer, dass die unsere Menschheit nach vorne bringen. Wir haben ja schon darüber gesprochen, weil ich glaube, dass noch weniger Krieg ist, mehr Ökologie herrscht und und und. Wenn ich das glaube, was muss ich dann als Mission machen, dieser Vision näherzukommen? Also zum Beispiel kann ich sagen: Okay, ich mache immer eins zu eins, begleite ich Unternehmer. Und dann weiß ich, okay, ich kann da 15, 20, na ja, 25, mehr wie 25 schaffe ich nicht pro Jahr. Okay? Und das kann ich mir als Ziel setzen. Ich kann sagen, nächstes Jahr möchte ich statt 23 25 Menschen begleiten oder irgendeine Zahl. Das ist dann messbar. Wenn ich dann aber das im Vergleich setze zu meiner Vision, sage ich: Okay, bringt mich das wirklich weiter? Vielleicht müsste ich was anderes machen. Dann sage ich: Okay, ich möchte gerne eine Unternehmerakademie aufbauen, weil in der Unternehmerakademie, die ist so ein bisschen losgelöst von meinem täglichen Doing, die ist von meiner Präsenz unabhängig. Damit kann ich deutlich mehr Leute erreichen. Also kann ich sagen, mit der Unternehmerakademie kann ich im ersten Jahr vielleicht 100 Leute erreichen, im zweiten Jahr 500 und in den nächsten Jahren vielleicht sogar eine vierstellige Anzahl von Menschen erreichen, vielleicht sogar fünfstellig. So, dann habe ich das auch definiert. Und dann gucke ich wieder auf meine Vision: Hilft das wirklich, wenn ich sage, weltweit brauchen wir mehr Unternehmer in unserer Gesellschaft, mehr erfolgreiche Unternehmer? Und dann sage ich: Okay, selbst wenn ich jetzt dieses Ziel in der Unternehmerakademie massiv nach oben schraube, und das werde ich auch tun, das tue ich auch jedes Jahr, du weißt es, komme ich da wirklich dieser Vision näher? Und dann sage ich: Na ja, was gibt es denn noch? Und dann sage Okay, was hat die Menschheit seit tausenden von Jahren nach vorne gebracht? Das ist das geschriebene Wort. Da haben die Hieroglyphen, die Keilschrift angefangen. Gutenberg hat es kultiviert, indem er den Buchdruck erfunden hat, dass das nicht mehr manuell kopiert, abgeschrieben werden musste und kopiert werden musste. Also haben wir gemeinsam einen Verlag gegründet. Das ist die Idee. Ich hatte nie das Ziel, einen Verlag zu gründen. Aber wenn ich überlege, sind meine Ziele förderlich für meine Vision, dann ist die Verlagsgründung fast zwangsläufig. Und Das ist die Art und Weise, wie ich sozusagen von dem ganz, ganz großen Bild meiner Visionen das runterbreche und sage: Unser Verlag wird dieses Jahr mit deutlich über zehn Autoren im ersten Jahr rauskommen. Bringt uns das weiter? Na ja, wenn da ein Titel dabei ist, der 100. 000′-mal, vielleicht oder sogar mehrere Millionen’-mal gelesen wird, das ist schon ein bisschen besser. Schaffen wir es? Welche Infrastruktur müssen wir schaffen, nächstes Jahr vielleicht 50 Autoren zu begleiten? Und so baue ich das eben auf, Stück für Stück für Stück. Für mich sind also Ziele Wegmarken auf dem Weg zu meinem persönlichen Polarstern.
Volker
Und das hast du jetzt sehr schön. Und ich glaube, ich kann jetzt den Bogen zu den kurzfristigen Zielen auch wieder ganz gut schlagen, weil jetzt kenne ich diesen Verlag ja auch ein bisschen und habe ein bisschen Einblick dieser Verlag hat nicht nur zehn Autoren, sondern er wächst auch vom Personal. Und in diesem Moment kommt die Verknüpfung, dass du sagst, du hast zum einen diese langfristige Vision: Was möchtest du damit? Was ist das Ziel? Was soll erreicht werden? Aber gleichzeitig, in dem Moment, wo Verantwortlichkeiten entstehen, musst du natürlich auch gucken, dass du kurzfristig planst, dass du sagst: Wo stehe ich finanziell nächstes Jahr, übernächstes Jahr? Wie ist der Plan, damit ich das, was ich vorhabe, auch bezahlen kann?
Thomas
Und das ist sehr schön. Dieser Bogen gefällt mir gut, weil das ist der Punkt, wenn ich sage, Ziele verweigere, dann bezieht sich das nur auf dieses große Bild. Wenn ich das dann runterbreche, sind es am Ende des Tages, ob ich das nur Milestones, Wegmarken oder Ziele nenne, ist völlig egal. Natürlich sind es auch Ziele, aber es öffnet mir den Blick Weil wenn du nur mit Zielen arbeitest, dann ist für mich die Gefahr erstens mal: Was machst du, wenn dein Ziel nicht erreicht ist? Dann bist du vielleicht enttäuscht. Wenn du das in dem Großen und Ganzen siehst, sagst du: Ich habe 80% für diese Wegmarke erreicht. Das ist super cool, wenn ich diese Wegmarke, dieses Ziel nicht hätte, wo wäre er stand? Hätte ich vielleicht gar nichts erreicht oder nur 30% oder so was. Das ist schon mal toll. Also man kann nicht mehr enttäuscht sein und es ist nicht mehr dieser Bedarf da, eine Punktlandung zu machen. Und ich bin motiviert sagen, wenn die Möglichkeit sich zeigt, 120, 150% oder noch mehr zu erreichen, ja, dann mache ich das, weil es bringt mich ja meine ganz großen Visionen weiter. Also das hält meine Motivation aufrecht. Deswegen ist das für mich so wichtig, zu sagen: Jawohl, das wäre meine Wegmarke, aber ich habe immer die Richtung. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt, ob jetzt so und so viel Schritte da sind, noch fehlen oder ich mehr gemacht habe, wenn die Richtung stimmt. Das ist das eine. Und das nächste ist eben, dass ich dann sage, dieser Tunnelblick, das bedeutet für mich, wenn wenn du immer nur sagst, nehmen wir mal das Beispiel Unternehmer Academy, ich möchte jetzt in diesem Jahr 300 neue Teilnehmer haben und dann sage ich: Okay, was will ich jetzt nächste Jahr? Wieder 300? Nein, ich will vielleicht 400 oder 500. Was ist realistisch? Oder vielleicht sogar noch mehr. Ja, alles prima. Wenn du nur mit Zielen arbeitest, bleibst du in dieser Schiene drin. Du guckst immer: Was muss ich machen? Mit einem Beispiel im Verlag: Wie viele Mitarbeiter müssen wir denn einstellen, noch mehr Autoren wirklich auch seriös, anspruchsvoll, qualitativ hochwertig betreuen zu können? Aber wenn du diese große Vision immer als Polarstern hast, als Zielrichtung, als Wegrichtung, dann ist immer noch Raum für die Überlegung: Okay, was gibt es denn außer einem Verlag noch? Was könnte dann noch sein? Und das sind zum Beispiel Dinge, über die ich mir immer wieder Gedanken mache, wo ich auch diese Zeit zwischen den Jahren nutze, zu sagen: Cool, eins zu eins. Dann von dem Eins zu eins haben wir die Masterclass, die Focus Masterclass. Wir haben die Unternehmerakademie, wir haben den Verlag. Gibt es denn noch was, was mir hilft, meiner Vision wieder ein Stück näher zu kommen.
Volker
Genau und ganz wichtig, wir sind jetzt immer auch sehr stark hier vom Wachstum getrieben gewesen. Jetzt gerade bei diesen Gedankenpielen, meine Vision kann ja auch sein, ich möchte unabhängig sein und ich möchte gleichzeitig auch Freizeit haben. Also da kann auch so eine du Life Balanced, zum Beispiel total drin geerdet sein in so einer langfristigen Vision.
Thomas
Ja, genau, weil die Vision ja nicht spezifisch sein muss, kannst du solche Dinge machen. Wobei ich natürlich zusammenzuge bei dem Wort Work’-Life’-Balance. Ich möchte da gerne intervenieren, weil es für mich, wir haben ja schon viel über Worte und Sprache gesprochen, weil es für mich einfach eine Polarität darstellt, ein Bipol, der für mich völlig daneben ist, weil das impliziert, dass es zwei Dinge gibt, nämlich Leben und Arbeit. Also Work’-Life heißt, es Ich gehe morgens, wenn ich angestellt bin, Nine to Five heißt das, glaube ich, dann gehe ich morgens auf dem Haus, fange 9 Uhr an zu arbeiten, verlasse also mein Leben, fange an zu arbeiten, habe 17 Uhr Feierabend, freue mich, dass die Arbeit vorbei ist und beginne zu leben.
Volker
Genau, das wollte ich damit auch nicht zum Ausdruck bringen.
Thomas
Das mir klar, es geht mir einfach die Worte. Ich weiß, dass du ja anders bist. Du machst es ja anders. Für mich ist das einfach ein Life Balance und zum Leben gehört Arbeit mit dazu, für uns sowieso, für uns beide, das wissen wir. Und das ist einfach, das muss in Balance sein. Ich finde das toll, dass du diesen Aspekt des Wachstums da mit rein bringst, weil ich habe ganz, ganz viele Klienten, die sagen: Nein, ist es nicht mein Ziel, tausend Mitarbeiter zu haben, das größte Unternehmen in dieser Branche zu sein, Weltmarktführer zu werden? Das ist nicht mein Ziel. Ich möchte bestimmte Dinge erreichen, aber ich möchte eben auch Ich möchte Freizeit haben, ich möchte zufrieden sein. Ich möchte eine Familie haben, was auch immer. Und das ist alles legitim. Und dann ist das meine Vision. Da muss ich eben wieder schauen, runterbrechen von der Vision: Was muss ich tun? Welche Wegmarken muss ich erreichen, diese Vision möglichst nahe zu kommen, gar nicht zu erreichen, sondern möglichst nahe zu kommen. Und wir wissen aus der Geschichte, dass es eben auch möglich ist, Visionen zu erreichen, siehe Bill Gates. Es gibt noch viele andere Beispiele dazu.
Volker
Ich habe das im Kleinen in vielen Bereichen schon selbst erlebt. Wenn du eine klare Vorstellung hast, wo du hin willst, dann ist das sehr hilfreich und du schaffst das. Mein beruflicher Anfang war so, weil mir alle erzählt haben, ohne abgeschlossenes Hochschulstudium kommst du nicht zum Radio. Ich habe sogar ohne Abitur geschafft. Wenn du da klar bist, kannst du echt eine Menge Zeugs erreichen.
Thomas
Ja, das ist so. Es gibt ja diesen Spruch, den so ein bisschen der eine oder andere Esoteriker gern verwendet: Du kannst alles erreichen, was du dir vorstellst. Du musst es nur noch intensiv genau vorstellen. Ich halte das für Bullshit. Also ich werde im Leben keinen 100 Meter Weltrekord mehr laufen. Vielleicht in meiner Altersklasse, aber selbst das halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Aber du kannst alles erreichen. Das ist auch nicht erstrebenswert. Ganz genau. Und für mich ist nicht erstrebenswert, damit ist es schon definitiv nicht erreichbar. Aber du kannst eben alles das erreichen, was dir möglich ist und was du dir vornimmst, wenn es denn so in diese Richtung kommt. Und wenn dir einer sagt, das geht nicht, darauf würde ich sowieso nie hören, weil da gibt es jede Menge Beispiele, dass das einfach Bullshit ist. Und wenn einer du brauchst Abitur oder ein Studium oder so was, ja, mag sein, dass du das
Volker
Das ist ja mein Triggersatz. Wenn ich in einer Runde höre, das geht nicht, dann fange ich an zu überlegen, wie es geht.
Thomas
Ja, wie es dann doch geht.
Volker
Und ich habe gelernt tatsächlich, dieser Satz ist echt einer der Miesesten, den es gibt, weil wenn du dich hinsetzt, findest du sehr schnell eine Menge Lösungen, wie etwas geht.
Thomas
Ja, und vielleicht so ein kleiner Tipp am Rande: Ich meine, wir suchen ja gerade Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für unseren Verlag und kriegen da tolle Bewerbungen. Weißt du, wenn du in so einen Bewerbungstext reinschreibst, schreibst. Und das hatten wir ja bei einer Vorlage mal gehabt, dass da drin steht, ein Studium ist Voraussetzung. Und dann habe ich das geändert und habe gesagt: Ja, das wäre schön, aber eine vergleichbare Kompetenz ist auch ausreichend. Wenn jemand, so wie du, Ich glaube, dass es mittlerweile nicht nur keinen Unterschied mehr gibt, sondern dass du bestimmt besser bist wie viele andere, die ein Studium haben. Dann kann ich nicht sagen, ich brauche ein Studium, jemanden einzustellen. Das ist Käse. Also sage ich, das ist zum Beispiel meine Messlatte, das Studium, aber ob das dann auf dem Papier ein Studium ist oder eine vergleichbare Kompetenz oder eine Engagiertheit, das ist mir völlig egal. Da bin ich sehr amerikanisch, muss ich sagen. Da zählt nicht das Zertifikat, den Brief und den Abschluss, sondern da zählt die Fähigkeit am Ende des Tages.
Volker
Eine Sozialkompetenz zum Beispiel schlägt immer Wissen.
Thomas
Ja, absolut. Und auch Neugierde, sich was zu erarbeiten, Neues zu lernen, spannende Projekte und so. Das sind alles Dinge, da können wir einen eigenen Podcast drüber machen über das Thema Bewerbung, aber das ist genau der Punkt. Also man darf sich da nicht von abbringen lassen. Und das ist dann eben auch, weil Bei der Zielsetzung wäre es dann zum Beispiel, wenn du unbedingt zum Radio willst, gibt es ja zwei verschiedene Wege. Du hättest ja damals sagen können: Okay, ich habe gesagt bekommen, man braucht ein Studium. Deswegen ist mein Zwischenziel, ich hole das Abitur nach und fange an zu studieren und gehe dann zum Radio. Wäre ja eine Möglichkeit gewesen.
Volker
Die hätte mir zu lange gedauert.
Thomas
Genau. Deswegen ist es äußerst charmant und intelligent, zu sagen: Okay, welche Möglichkeiten gibt es denn dann noch? Wie kann man es denn trotzdem machen? Und offensichtlich gibt es ja Optionen und da gibt es ganz, ganz Beispiele. Und da sind wir beim Thema Bleiben Sie Mutig.
Outro
Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.
Volker
Werbung.
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