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In dieser Folge des Unternehmer Academy Podcasts setzen wir das spannende Gespräch mit Michael Galecki fort – vom Fließbandarbeiter zum Immobilien-Millionär.
Michael nimmt uns mit auf seine bewegende Reise: von einer schwierigen Kindheit in Polen, dem Umzug nach Deutschland ohne Sprachkenntnisse, über Schichtarbeit am Fließband bis hin zur mutigen Entscheidung, ein völlig neues Leben aufzubauen. Wir erfahren, wie er Rückschläge und Herausforderungen gemeistert hat, warum er trotz Hauptschulabschluss nicht in der „Schublade“ bleiben wollte, und wie er schließlich durch klare Ziele und Entschlossenheit den Sprung in die Selbstständigkeit geschafft hat.
Ein ehrliches, inspirierendes Gespräch über Träume, Durchhaltevermögen und die Frage, was es wirklich braucht, um Grenzen zu überwinden und unternehmerisch erfolgreich zu werden.
Gemeinsam mit Ihnen nimmt sich Thomas Göller circa eine Stunde Zeit. In diesem intensiven Meeting klären Sie zusammen:
Im Anschluss entscheiden Sie in Ruhe, ob Thomas Göller etwas für Sie tun kann. Und Ihr Mentor Thomas Göller entscheidet, ob er Sie als Klient oder Klientin begleiten möchte,
Natürlich findet dieses Gespräch ohne jede Berechnung und völlig unverbindlich statt.
Und noch was: Teilen Sie diese Episode gerne mit Ihrem Netzwerk!
Sprecher 4
Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.
Volker
Der Unternehmer Academy Podcast. Es geht weiter im Gespräch von Michael Galecki, vom Fließbandarbeiter zum Immobilienmillionär. So heißt sein Buch. Und wir erfahren mehr über seinen Lebensweg und wie er das Ganze geschafft hat. Michael Galecki ist mein Gesprächspartner.
Volker
Geburtsort Warschau. Bist du da groß geworden?
Michael
Ja, wir sind damals sehr viel hin’-und hergezogen. Ein paar Jahre waren wir in Warschau, also in Nachbarorten quasi, und sind teilweise auch mit meiner Mutter weggezogen. Da haben wir auch eine Zeit lang gelebt, alleine, und war auch eine sehr schwierige Zeit auf dem Dorf. Da war eigentlich die schlimmste Zeit meiner Kindheit. In diesem Dorf war meine alleinerziehende Mutter gerade geschieden, Alkoholprobleme gehabt und dadurch sind da sehr viele Geschichten entstanden, wo wir auch sehr froh waren, als wir da weggezogen sind. Also meine Kindheit hat eigentlich erst begonnen, als wir hier nach Deutschland gekommen sind und als meine Mama auch meinen Stiefvater kennengelernt hat. Also mein Stiefvater hat mir erst hier die Kindheit geschenkt zu sehen.
Volker
Wann bist du nach Deutschland gekommen? Mit elf Jahren. Mit elf Jahren. Das heißt, so Beginn Schulzeit und alles, wie man so ins Leben kommt als junger Mensch, hat dann doch noch in einem anderen Land stattgefunden.
Michael
Genau.
Volker
Das heißt, konntest du zu diesem Zeitpunkt schon Deutsch?
Michael
Nein. Also als ich hier hingekommen bin, musste ich das komplett von Grund auf erlernen. Also ich hatte auch sehr, sehr große Schwierigkeiten in der Schule, hinterherzukommen. Man musste erst mal die Sprache erlernen und dann hatte ich auch eine Lese’-und Rechtschreib’-Schwäche, auch eine Konzentrationsschwäche. Also das hat alles mein Schulleben nicht gerade dazu beigetragen und dementsprechend war das schon sehr schwierig, würde ich sagen.
Volker
Gab es einen Grund, warum ihr nach Deutschland gekommen seid?
Michael
Ja, damals hat meine Mama einen alten Freund wieder getroffen und der hat zufällig hier in Deutschland gelebt und aus diesem Grund sind wir dann hierhin gezogen.
Volker
Wenn ich heute mir das so anschaue, glaube ich, dass ja durchaus gerade die osteuropäischen Länder uns in vielen Dingen sogar auch teilweise voraus sind. Also wenn ich einfach schaue, was sie für eine Wirtschaftsentwicklung zum Teil hinlegen, lohnt sich das ja fast hinzugucken.
Michael
Ja, definitiv. Also Polen zum Beispiel, die haben in Europa eine sehr, sehr große Entwicklung hingelegt in den letzten 20 Jahren. Und definitiv, man merkt, man sagt auch in den osteuropäischen Ländern. Die Menschen, die haben so einen sechsten Sinn quasi.
Volker
Du hast gerade schon angedeutet, das ist so eine Frage, die stelle ich jedem meiner Gäste: Warst du ein guter Schüler? Nein. Nein, überhaupt nicht. Und jetzt bei dir dann besonders spannend: Unterscheidet sich das Schulsystem in Polen zu dem in Deutschland?
Michael
Ich würde sagen, später definitiv ja. Am Anfang kann ich das gar nicht so sagen. Also später entwickelt sich das so, dass man dann eine Ausbildung macht, Und hier ist es doch schon, wenn ich sehe, wie sich zum Beispiel ein Handwerk auch das Ganze entwickelt, also hier ist mehr wirklich Fach. Also wenn jemand eine Ausbildung macht zum Beruf, dann kann er das richtig gut. Ja, und dort in den Ländern, würde ich sagen, sind sehr viele, die deren Jobs quasi auch für Arbeit erlernen.
Volker
Das ist ein spannender Blick. Das ist ja etwas, wo ich glaube, so Deutschland auch immer stolz drauf war. Wenn ich jetzt aber, egal, wenn wenn du mit Leuten sprichst, die Handwerksbetriebe haben, die haben alle Probleme, Leute zu finden. Oder Beckerhandwerk. Ich meine, dafür sind wir sogar weltweit bekannt. Und ganz viele haben halt einfach irgendwie ein Problem, weil sie halt auch nicht mehr Menschen finden. Ich als Eule verstehe das ja sogar, die nicht morgens 4: 30 Uhr da stehen wollen. Aber ich finde es natürlich schade, weil damit geht natürlich auch richtig was verloren. Jetzt hast du ja hervorragend Deutsch gelernt und ich weiß jetzt, ich bin froh, dass ich Muttersprachler bin, weil das ist echt eine schwere Sprache Ja, das stimmt.
Michael
Und ich habe auch immer noch hin und wieder mal Problemchen und man muss auch immer wieder daran arbeiten.
Volker
Sind aber, wenn, nur Problemchen. Ich höre gar nichts. Man hört natürlich den Akzent. Das heißt, ich glaube, das nimmt man auch mit, aber ich finde, das gibt uns Menschen auch immer so eine persönliche Note. Ich finde das eigentlich eher immer angenehm.
Michael
Ich finde mich auch selber persönlich mehr deutsch wie polnisch, weil ich spreche viel mehr deutsch, ich denke deutsch und ich finde, wenn man hier ist und hier dann sollte das auch die Hauptsprache sein und das im Mittelpunkt sein und nicht, dass man dann seinen Lebensalltag in einer anderen Sprache gestaltet und dann hat man überall Schwierigkeiten. Also ich finde, wenn man dann irgendwo hingeht in ein Land, dann sollte man das dann auch übernehmen.
Volker
Wo seid ihr in Deutschland gelandet, als ihr hier hergekommen seid?
Michael
In Osnabrück. Also erst mal in Wähn, so ein Vorort von Osnabrück. Und dann sind wir ein bisschen hin’-und hergezogen, bis wir dann nach Bad Essen, also in Bad Essen in Badeseen dann letztendlich gelandet sind.
Volker
Okay. Ich habe das Gefühl, aber du fühlst dich hier angekommen, ne? Ja. Okay. Erzählt mal, wie ist das, wenn man in ein fremdes Land kommt, dann am Anfang die Sprache gar nicht kann, sie lernen muss? Also das heißt, Integration ist dann schon nicht ganz so einfach, ne?
Michael
Nein, vor allem auch nicht, wenn man ständig umzieht, dann ist es auch schwierig mit Freundeskreis aufbauen und sich zu Das dauert auch ein bisschen, ja.
Volker
Und das hattest du ja doppelt schwer, weil im Prinzip wurdest du ja in Polen rausgerissen aus, sag ich mal, deinem Lebensumfeld und dann halt hier dann auch noch wahrscheinlich einige Male in Deutschland. Ja, ja.
Michael
Aber im Endeffekt, die Kindheit ist halt so gelaufen und daraus ist auch der ganze weitere Weg entstanden. Das bedeutet auch Beruf. Ich hatte ja einen Hauptschulabschluss nach der zehnten Klasse und da Da wurde mir gesagt: Mit deinem Zeugnis kannst du so gesehen nur jetzt in die Fabrik gehen. Und bei uns in der Region gibt es eine größte Firma dort und dann hat man dort ein Praktika gemacht und da hat man auch die Empfehlung bekommen, sich zu bewerben und da der Papa da schon gearbeitet hat, war das quasi klar, dass man auch dahin geht. Also es wurde einem quasi alles schon so
Volker
Also ein vorgegebener Lebenslauf.
Michael
Genau, genau. Und das finde ich ist halt so schade, weil einem überhaupt nicht vermittelt wird, dass der Horizont größer ist, dass du wirklich alles selbst entscheiden kannst, wo dein Leben dich hinführst. Und man hat es quasi so ein bisschen übernommen.
Volker
Ich zucke so ein bisschen, wenn ich höre, was ich mit dem Zeug, das kannst du nur das und das machen. Und ich bin ein ganz großer Freund, das sollten wir jungen Menschen niemals in den Kopf pflanzen. Ich finde, ja, das kann vielleicht sein, dass das Leben nicht so läuft, wie man das möchte und dass vielleicht Hürden da sind. Aber irgendwie, glaube ich, müssen wir mal so einen Ruck reinkriegen, dass wir wieder den Kopf frei kriegen, dass erst mal alles möglich ist.
Michael
Aber das ist ja diese Klassifizierungen: Hauptschule, Realschule, Gymnasium, damals Ich war damals noch Also mittlerweile wurde ja aus Hauptschule Realschule die Oberschule gemacht, zum Beispiel, bei uns. Aber man war ja auf der Hauptschule, das war quasi die unterste Ebene. Und dann hast du gar nicht zu den Jobs nach oben hingeschaut. Das bedeutet irgendwie so einen Anwalt oder Rechts Also das kannst du dir gar nicht vorstellen, dass eher eher für die, die richtig gut lernen können und die einen guten Noten haben, weil im Endeffekt hat dein Zeugnis ja darüber ausgesagt, wie gut du bist in der Schule. Und das stempelt dich dann ab, was du in der Zukunft machen kannst.
Volker
Wobei ich Menschen kenne, die auch aus dem Hauptschulabschluss über Abendschule und so weiter dann doch in der Medizin gelandet sind. Also diese Wege gibt es. Die sind natürlich, das gebe ich zu, die sind steiniger. Aber es geht ja erst mal darum, den Kopf freizumachen, dass wir doch erst mal alles erreichen können. Und wenn wir das wollen, glaube ich, geht echt eine Menge. Und jetzt höre ich raus, du bist dann in der Fabrik gelandet?
Michael
Ja, ich habe meine Ausbildung dort gemacht, Zweijähriger. Ich war auch dort in der Berufsschule nicht der beste Schüler. Das war auch so eine Zeit, man hat sich da so durchgekämpft und man hat sich dann auch nach der Ausbildung bemüht, auch die Festeinstellung dort zu bekommen. Das war damals so das Ziel. Und damals, als ich auch angefangen hatte in der Firma, das war so ein Privileg, dort zu arbeiten. Und wenn du einen Festvertrag hattest dort in der Firma, dann hast du es geschafft, dann kannst du dein Leben darauf aufbauen. Aber es hat keiner gesagt: Die ersten Jahre ist schön und gut, wenn alles neu ist. Aber was ist danach? Und dann Jahr für Jahr immer wieder dieselben Routinen, immer wieder dieselbe Arbeit. Ein Dreischichtsystem. Also das ist so was von Also für mich persönlich, war das irgendwann störend. Also mich hat das extrem gestört und ich habe mich nicht wohlgefühlt dort.
Volker
Das heißt, drei Schicht, du hast auch nachts gearbeitet. Genau.
Michael
Früh, spät, Nacht, ständig Wochen quasi Wechsel. Und schon da am Fließband hat man die Nächte oder tagelang immer wieder geträumt. Ich hatte das persönlich bei mir. Ich habe sehr viel geträumt. Wie wäre das, wenn man das und das erreicht? Und ich glaube, jeder von uns träumt auch mal, stellt sich vor, wie schön wäre das, im Lotto zu gewinnen. Oder was würde man mit dem Geld machen? Oder wenn man aus dem Gespräch heraus, führt man weiter Gedanken vor.
Volker
Also man träumt sich aus der Situation raus?
Michael
Ja, genau. Man träumt dann, weil man ist quasi in so einem Standby, nach einer Zeit, nach Jahren in der Fabrik, da arbeiten die Hände teilweise schon automatisch und man braucht da fast gar nicht mehr hingucken. Und dann bist du mit deinen Gedanken beschäftigt.
Volker
Gut, das ist ja der Ziel. Das Ziel von Fließbandarbeit oder diesen Prozessen ist ja, das ist ja letztendlich die Idee, dass es so funktioniert, dass jeder Handgriff sitzt, man nicht mehr sich viele Gedanken drüber machen kann und möglichst viel in kurzer Zeit produzieren kann.
Michael
Genau, immer schneller und immer schneller. Genau. Und dann kommt das dann auch immer, dann wird immer optimiert, optimiert, also von der Führungsebene und dann musst du immer mehr machen, immer mehr machen, immer mehr machen.
Volker
Ich weiß, ich bin privilegiert, aber ich habe auch bestimmt fünf Jahre Nachtsendungen gemacht und ich weiß, was es bedeutet, diesen Rhythmus komplett Ich habe auch, als ich damit aufgehört habe, noch jahrelang war ich drei Uhr hell wach, weil einfach der Rhythmus stellt sich dann schon aber es ist irgendwie nicht gut, es ist nicht perfekt, was da passiert. Das heißt, Nachtarbeit schlaucht schon.
Michael
Ja, also ich habe, als ich gekündigt habe, da brauchte ich auch Monate, da erst mal wieder aus dem wieder normalen Rhythmus zu kommen. Definitiv. Also das ist auch, ich würde jetzt sagen, nicht unbedingt gesund, so eine Lebensweise, wenn man Schichtarbeit, besonders Nachtschicht. Also der Körper braucht Schlaf und du musst eigentlich auch nachts schlafen. Und das muss jeder dann für sich entscheiden, ob das für ihn in Ordnung ist, das ein Leben lang zu machen oder nicht.
Volker
Und man muss so ein bisschen zur Erklärung sagen: Es gibt natürlich auch wirklich Bereiche, da muss tatsächlich in diesem Dreischichtsystem gearbeitet werden, weil diese Maschinen können nicht angehalten werden, weil das ist so teuer, wenn die angehalten werden, dass das einfach durchproduziert werden muss. Und das ist vielleicht auch ein Preis, den wir manchmal zahlen für so, wie wir leben.
Michael
Genau. Und dafür gibt es Ja, und dann in der Industrie auch den Anreiz, dass du mehr Geld verdienst. Ich meine, du kannst es ja auch dort entscheiden, dass du es nicht machst, also die Nachtarbeit, und kannst ja darauf verzichten, aber dann kriegst du auch weniger Geld. Ja, und die Menschen sind ja auch immer ein bisschen geldorientiert. Die wollen ja auch vielleicht den Urlaub schöner haben.
Volker
Ist ja legitim. Wenn irgendwas unangenehm ist und nicht gemacht werden will, dann muss man das durch irgendeinen Anreiz hinbekommen.
Michael
Genau, auf Kosten der Gesundheit so gesehen dann vielleicht.
Volker
Gleich geht es weiter im Gespräch mit Michael Galecki. Ein tolles Beispiel, das Mut macht und deswegen endet auch dieser Podcast mit den Sätzen Bleiben Sie Mutig.
Sprecher 4
Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.
Volker
Werbung.
Sprecher 3
Erfolg ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Handeln. In Denkbuch Erfolg Das Handeln zeigt Thomas Kapp, wie sie ihre Träume verwirklichen können. Der Schlüssel: Konkrete Schritte, die den Unterschied machen. Von Motivation und mentaler Stärke bis hin zu Zeitmanagement und Stressbewältigung. Lassen Sie sich inspirieren, aktiv zu denken und Ihr Bewusstsein zu erweitern. Erschaffen Sie die Fundamente Ihres Erfolgs und gehen Sie Ihren eigenen Weg. Thomas Kapp, Denkbuch Erfolg, Band 3. Das Handeln.
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