Vom Schicksal zum Machsal: Was wir von Reinhold Messner lernen können

In dieser inspirierenden Episode berichten Thomas Göller und Volker Pietzsch von einem besonderen Erlebnis: einem persönlichen Treffen mit dem legendären Bergsteiger Reinhold Messner.

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Inhalt der Episode

In dieser inspirierenden Episode berichten Thomas Göller und Volker Pietzsch von einem besonderen Erlebnis: einem persönlichen Treffen mit dem legendären Bergsteiger Reinhold Messner. Doch diesmal geht es nicht ums Bergsteigen – sondern um Unternehmertum, Haltung und die Macht, Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Messners Geschichte vom Aufstieg auf den Mount Everest ohne Sauerstoff wird zur Metapher für unternehmerisches Denken: Wie geht man mit vermeintlich „unmöglichen“ Herausforderungen um? Wann lohnt es sich, weiterzumachen – und wann ist der Preis zu hoch? Und warum sollten wir nicht an Schicksal, sondern an Machsal glauben?

Im Gespräch geht es um:

💡Den Unterschied zwischen Zufall, Fügung und eigenem Handeln

💡Warum „Geht nicht“ der beste Startpunkt für Innovation ist

💡Was Unternehmer:innen von Extrembergsteigern lernen können

💡Wie kleine, konsequente Schritte (Kaizen-Prinzip) zu großen Erfolgen führen

💡Und weshalb Hilfe anzunehmen kein Zeichen von Schwäche ist

Eine Folge voller Impulse, Geschichten und Denkanstöße – für alle, die ihren eigenen Gipfel erklimmen wollen.

👉 „Wir machen aus Menschen mit Know-how Unternehmer mit Erfolg.“

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Transkript zu dieser Episode

Intro

Heute im Unternehmer Academy Podcast, so was wie eine Rückschau. Wir haben einen Unternehmer Academy Classic Podcast aus dem Jahre 2022.

Teaser

Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.

Volker

Dann starten wir in eine neue Podcast’-Episode und gerne nehmen wir die Dinge, die uns im Leben passieren, auch auf. Und Thomas, du hattest ein Schönes Erlebnis dieser Tage.

Thomas

Ja, dieser Tage ist gut Ich komme tatsächlich mehr oder weniger von der Autobahn ins Studio. Ich war auf einem tollen Event in Köln und da waren viele gute Sprecher, war eine tolle Veranstaltung. Ich glaube, ich darf sagen, es war von lexoffice eine Veranstaltung und da gab es einen Sprecher, einen Keynote Speaker, wie es so schön heißt, also der Schlüsselsprecher, am Schluss der Veranstaltung, am Ende der Veranstaltung und das war Reinhold Messner. Ich kannte Reinhold Messner, natürlich vom Namen sowieso, aber ich kannte ihn auch schon mal. Wir haben uns schon mal die Hand geschüttelt, weil er vor ein paar Jahren bei der GSA, wo ich Mitglied bin, in der German Speakers Assoziation, dort in die Hall of Fame aufgenommen wurde, also auch einen Preis bekommen habe. Und da haben wir uns schon mal so ein bisschen unterhalten, wie das so ist. Weißt du, wenn du einen Prominenten triffst, dann kannst du dich noch Jahre später daran erinnern. Er selbst trifft so viele Leute. Er hat sich natürlich Ich habe auch gar nicht gefragt, ob du dich an mich erinnerst. Ja, These. Aber du kennst diese Ungeheimheit.

Volker

Er hätte dich auch gar nicht wiedererkennen können.

Thomas

Das außerdem noch. Nein, aber ich fand das immer so witzig. Man denkt, du kennst die Leute. Klar, wir haben doch schon mal Ich weiß schon genau, was er gesagt hat damals, aber das ist dann sehr eindeutig.

Volker

Wir müssen das kurz erklären, weil wir hier ohne Bild arbeiten. Das heißt, du bist ja heute nur noch die Hälfte von dem Nein, du bist nur noch ein Drittel von dem, was du mal warst.

Thomas

Ja, mit der Hälfte, das kommt schon fast hin.

Volker  Nur, dass wir es mal erklären.

Thomas

Also nicht von der Wertigkeit, sondern nur vom Gewicht, sage ich mal. Rein gewichtsmäßig, ja. Da bin ich auch sehr froh drum, muss ich sagen. Und für alle diejenigen, die jetzt zum Stift oder zur E’-Mail schreiben und mir ganz besorgt schreiben, was ist passiert, es ist freiwillig, es ist extrem gesund und ich fühle mich pudelwohl und es ist nicht krankheitsindiziert und so weiter. Alles prima, freiwillig und war eine gute Entscheidung, aber lass uns da. Es sind Oberflächlichkeiten, die aber schon eine Rolle spielen.

Volker

Es ging nur darum, den Insider’-Witz jetzt hier zwischen uns dann zu erklären, weil er sich tatsächlich nicht alleine erklärt.

Thomas

Der Punkt war, er hat dann seine Geschichte erzählt, die man auch nachhören und nachlesen kann und nachgucken kann. Sehr, sehr spannend mal wieder, das in einer anderen Reihenfolge und mit anderen Inhalten zu hören, weil es ging da drum, dass der Veranstalter, lexoffice, sagt: Wir halten dir den Rücken frei. Das ist so deren Claim. Das ist so dieses Wozu sie das machen, warum die existieren, fand ich also sehr spannend. Eine sehr schöne Positionierung nebenbei, kann man viel von lernen. Und das hat Reinhold Messner aufgenommen und so den Rücken freihalten. Und darum trete sich so sein Thema: Wer hält ihm den Rücken frei? Wem hält er den Rücken frei? Er hat von seiner jungen Frau geredet, die ihn den Rücken frei hält und so weiter und so weiter. War sehr, sehr spannend. Und er hat dann am Ende gesagt: Normalerweise halte ich solche Vorträge und gehe dann von der Bühne nach dem Applaus. In diesem Fall hat mich der Veranstalter gebeten, noch für Fragen zu Verfügung, zu stellen: Hat noch jemand aus dem Publikum eine Frage? Und ich habe gedacht: Du kommst mir gerade recht. Mir geht es schon seit Jahren. Eigentlich seit dem Zeitpunkt, als ich ihn da bei der GSA getroffen habe, habe ich eine Frage im Kopf herum, die mir immer wieder begegnet, wenn ich von ihm höre und so.

Thomas

Und zwar hat er davon erzählt, wie das war, als er auf den Everest ohne Sauerstoff hochgeklettert ist. Er hat erzählt, in seinen besten Tagen hat er 1. 000 Höhenmeter in 30 Minuten gemacht. Ich wiederhole: 1. 000 Höhenmeter in 30 Minuten. Ich finde das irgendwie eine sensationelle Nummer, ja? Also das ist unfassbar. Und er hat dann gesagt, Sie sind dann gestartet bei 8. 000 Meter Der Everest ist 8. 848 Meter hoch, so ungefähr, und sind dann am Ende immer langsamer geworden. In den letzten 100 Metern haben sie sozusagen eine Stunde gebraucht, aber für die letzten 50 Meter wieder eine Stunde und für die letzten 20 10 Meter wieder eine Stunde und für die letzten 10 Meter wieder eine Stunde. Er hat gesagt, er ist, auf den Gipfel zu kommen, die letzten Meter waren so unfassbar schwierig. Das kann man mit Worten nicht beschreiben. Sie haben dann gedacht, in der Geschwindigkeit, wie wir jetzt gehen, brauchen wir für den letzten 100 Meter eine Stunde. Und dann nach einer Stunde haben sie festgestellt, sie sind nur 50 Meter hochgekommen und dann nach der nächsten Stunde waren es nur 25 und nach der nächsten Stunde nur noch 10. Und dass sie es geschafft haben, ist schon wirklich extrem beeindruckend. Das hat er so erzählt. Kann man ja nachhören, die Geschichte. Muss ich jetzt nicht komplett wiederholen. Und als dann die Möglichkeit war, ihm eine Frage zu stellen, habe ich mich eben gemeldet und habe tatsächlich auch ein Mikrofon bekommen und durfte ihm eine Frage stellen. Ich habe ihm gefragt: Bei dieser Veranstaltung sind ja lauter Unternehmer und im Unternehmerkontext gibt es immer wieder Situationen, Wo wir überlegen, etwas zu erreichen, ein Ziel fokussieren und alle Experten drumherum sagen: Also selbst mit sehr viel Wohlwollen, mit sehr viel Überzeugung und mit sehr viel Kraft, das ist unmöglich. Und diese Situation hatte er ja damals auch gehabt. Menschen haben zu ihm gesagt, es ist unmöglich, ohne Sauerstoff auf den Everest zu kommen. Er war ja nicht der Erste, der den Everest erklettert hat. Es war nicht der Erste, der das geschafft hat, aber es war eben derjenige. Und zwar sind die vorher mit Sauerstoff hochgeklettert. Und er hat gesagt, bei seiner ersten Expedition mit Sauerstoff haben sie 250 Tonnen Ausrichtung mit geschleppt. Nein, nicht 250, 25 Tonnen. So, für wie viel Millionen D’-Markt damals und Dollar? Ich habe mehrere Millionen.           Also es ist eine riesen Finanzierung gewesen, ein riesen Aufwand, weil alle mit Sauerstoff, ein riesen Equipment, ganz, ganz viele Leute. Und er hat gesagt, das muss auch einfacher gehen. Also Simplify ist so ein Unternehmer’-Stichwort, was da offensichtlich eine Rolle spielt. Und so ist er auf die Idee gekommen, überhaupt ohne Sauerstoff da hochzukommen. Nicht, zu beweisen, dass das geht, sondern weil die Infrastruktur mit Sauerstoff Damals hat so eine Sauerstoffflasche 25 Kilo gewogen und er hat gesagt, er braucht dann praktisch für den Tag eine eine Flasche und für die Nacht eine Flasche. Und das sind etliche Dinge, das kann man nicht alleine schleppen. Du kannst eine Flasche schon nicht alleine schleppen, geschweige denn zwei oder 20. Und so ist das gekommen, dass er gesagt hat, muss man so einen riesen Aufwand machen? Er würde das gerne selber finanzieren, auch so eine Expedition. Und das geht dann nur, wenn du mit drei Leuten darauf fährst und ein paar Träger, vier, fünf Träger und kein riesen Aufwand. Also er wollte da auch die Kosten, die Infrastruktur, diese Opportunities’-Kosten sozusagen reduzieren. Alles unternehmerische Gedanken, wo ich gedacht habe, wie cool. Und dann habe ich ihn eben gefragt, wenn also alle Experten, zum Beispiel auch Ärzte, und zwar seriöse Ärzte, anerkannte Wissenschaftler, mit Nachdruck dir sagen: Das ist unmöglich, das ist tödlich, es funktioniert nicht, wie kommt man auf das schmale Brett, es dann noch zu versuchen, weil er hat mir nicht den Eindruck gemacht, dass das ein Selbstmordkommando war. Und dann hat er mich lange angeguckt und hat gesagt Also da hat er mir diese Geschichte erzählt, wie er überhaupt drauf gekommen ist, dass er nicht beweisen wollte, dass man ohne Sauerstoff hochkommt, dass er reduzieren wollte, Ballast abwerfen wollte, sozusagen. Wie geht das? Und dann hat er geschaut: Sie waren schon bei 8. 500 Meter ohne Sauerstoff. Das ist das erste Basislager gewesen. Und dann hat er folgenden Versuch gemacht: Sie sind dann mit einem Flieger über den Everest geflogen und er hat versucht, der Pilot mit Sauerstoff und er ohne Sauerstoff und er hat gesagt, er wäre nicht ohnmächtig geworden. Er ist hochgradig trainiert, er war akklimatisiert und ist dann eben nicht ohnmächtig geworden. Er hat dann zwar gewusst, das Sitzen im Flugzeug und das Klettern auf dem Everest bei 8. 800 Meter ist ein Unterschied, aber du wirst nicht ohnmächtig. Also das ist eine Trainingsache. Zum Beispiel haben alle gesagt, du musst das letzte Basislager bei 8. 500 Meter machen, nur noch diese 300 Meter 150 Meter zu haben und er hat dann überlegt und gerechnet und gemacht und hat dann gesagt, er startet bei 8. 000 Meter und er hat gesagt, das ist viel zu niedrig. Er hat das aber gemacht, diese Akklimatisierungszeit besser zu haben und das waren lauter kleine Maßnahmen, die alle genau erklärt hat. Es gibt es wahrscheinlich auch irgendwann mal als Aufzeichnung im Netz zu sehen, kann man sich nachhören, auch seine Antwort auf meine Frage. Jedenfalls diese Anzahl von systematischen Kleinigkeiten, das hat mich massiv beeindruckt, wie er das gemacht hat und so haben sie es dann halt geschafft. Sie haben dann wirklich für die letzten zehn Meter gedacht, es funktioniert nicht. Er hat gesagt, für die letzten zehn Meter haben sie, glaube ich, zwei Stunden gebraucht, aber es hat dann letztendlich eben funktioniert. Zwar mehr wäre nicht gegangen, aber es hat funktioniert. Das heißt also, das ist das, was man so typischerweise Mindchanger nennt. Also der meint die Meinung, die Überzeugung, auch die wissenschaftliche Überzeugung ist, es geht nicht, so lange bis einer auf den Everest klettert und sagt: Es geht doch. Das war also wirklich extrem spannend, auch aus Unternehmenssicht, wie er da rangegangen ist, welche Miniaturbausteine er zusammengesetzt hat, bis er das Puzzle so umfangreich zusammengestellt hat, dass er gesagt hat, es geht doch. Das hat mich schon sehr, sehr beeindruckt und da gibt es ja andere Fälle, über die wir gleich noch mal reden können. Zum Beispiel von Walt Disney, der erzählt, man 160 Banken gefragt hat und alle haben gesagt: Das ist eine Scheißidee, wir geben dir keinen Cent dafür. Wie kommt man dann auf das schmale Brett? Hätte ich auch fragen können, die 161. Bank zu fragen. Das sind ja so Unternehmerfragen. Dann war die Veranstaltung vorbei. Tolle Antwort. Ich war mega beeindruckt und danach gab es eben so eine After’-Show’-Party, wo ich, weil ich da im inneren Kreis mit dabei sein durfte, ausnahmsweise bei den Leuten. Und dann sitzt Reinhold Messner mit seiner jungen Frau, sitzt in einem Tisch ganz alleine und Reinhold Messner winkt mir und hat gesagt: Sie sind doch der, der die Frage gestellt hat. Ja, genau. Haben wir uns dann gleich und ich habe dann neben seiner Frau gesessen und ihm gegenüber und dann haben wir uns so unterhalten. Tolle Frage. Und dann haben wir uns wirklich sehr, sehr gut unterhalten. Sehr lange, fast zwei Stunden. Und ich habe da unheimlich viel gelernt. Das ist so, kennst du das? So lebensverändernde oder Was ist beeinflussen der Erlebnisse? Wenn du denn mal mit so einem Menschen über alltägliche Dinge redest. Was passiert mit seinem Schloss, das er gekauft hat? Welche steuerlichen Probleme hatte er in Deutschland, wenn er ein Start’-up gründet? Und das war echt spannend. Und in dem Zusammenhang Deswegen sind wir drauf gekommen, dass halt viele sagen, wenn die Wissenschaft sagt, man kommt eben nicht auf den Everest ohne Sauerstoff, na ja, dann ist das halt Schicksal. Das ist dann so. Das ist einfach, es soll nicht sein. Es ist Schicksal. Und seine Frau hat da auch ganz, ganz ist offensichtlich deutlich spiritueller als er. Die hat dann von Manifestationen geredet und so, wo er dann so guckt und sie sagt: Aber das machst du doch auch mit dem Everest. Ja, das stimmt. Also war sehr, sehr spannend, die beiden da zu beobachten. Und dann sagt er, er mag das Wort Schicksal überhaupt nicht. Er sagt stattdessen immer Machsal, weil Schicksal ist für ihn so ein Wort der Hilflosigkeit, der Machtlosigkeit. Ein anderer bestimmt und wenn es das Universum ist oder wer auch immer, an was du da glaubst oder so, das ist einfach, das ist halt so. Andere bestimmen, der Staat, Gott, andere Menschen, das Universum, you name it. Und er sagt eben Machsal, weil du musst es einfach machen. Und wenn du das machst, dann nimmst du sozusagen dein Schicksal in die Hand und dann heißt es eben nicht mehr Schicksal, in die eigene Hand, dann heißt eben nicht mehr Schicksal, sondern Machsal. Und das war so ein Anlass, wo ich gedacht habe: Du, wir nehmen mal außerhalb unseres Planes ein aktuelles Erlebnis, weil das war gestern Abend, das ist jetzt noch keine zwölf Stunden her, sozusagen, Lass uns dieses aktuelle Thema nehmen, weil jetzt bin ich noch so ein bisschen euphorisiert und lass uns dann mal darüber sprechen.

Volker

Ja, da sprechen wir drüber. Ich musste auch gerade mal nachgucken, was Schicksal denn überhaupt so bedeutet, von einer höheren Macht kommend und so weiter und so fort. Dann habe ich aber etwas Witziges bei Wikipedia gerade gefunden oder von Zufällen bewirkt. Und das finde ich natürlich wieder ganz witzig, denn Zufall hat dann für mich schon wieder eine ganz andere Bedeutung. Zufall, das haben wir, glaube ich, hier auch schon mal gesagt, ist etwas, was mir zufällt. Und ich glaube an Zufälle, aber Zufälle sind auch aus meiner Sicht nichts Spontanes, sondern das ist sehr wohl etwas, was wir alle vorbereiten durch unser Tun, durch unser Handeln. Wenn wir an ein Ziel glauben, dann machen wir ganz viele Dinge richtig und dann fallen uns auch Dinge zu. Aber Machsal ist der schönere Begriff, weil er nimmt diese Unmächtigkeit weg.

Thomas

Genau. Wenn der Zufall uns zufällt, ist es dann Fügung, ist es Bestimmung oder hast du es beeinflusst? Ist es durch dein Machen gekommen? Also selbst wenn du es dann trotzdem schaffst und sagst: Es waren andere. Das Schicksal hat zugeschlagen und ich habe es jetzt doch geschafft. Das ist diese Machtlosigkeit. Und wenn du sagst: Nein, ich nehme das in die eigene Hand, das ist eben kein Zufall. Es ist eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wenn ich das mache, das mache, das mache, die waren da drei Drei Monate zum Akklimatisieren auf 8000 Meter. Das musst du dir mal geben. Er hat gesagt: Natürlich ist das extrem. Und da muss man sich eben auch extrem vorbereiten. Und natürlich war das nicht leicht fertig, gesagt: Das klappt schon, das sind alles Idioten. Die Wissenschaft hat keine Ahnung. Wir beweisen, das wäre lebensmüde gewesen. Das wäre auch schiefgegangen, ganz klar, sondern wir haben das ganz strukturiert, Häkeleien, lauter winzige Dinge. Er hat zum Beispiel erzählt, dass zur damaligen Zeit, das ist ja schon ewig her, als er den Everest da erstiegen hat, 70 war es, da gab es Bergsteigerschuhe aus Leder und die hatten den großen Nachteil gehabt, wenn die nass waren, sind die nicht mehr getrocknet auf dieser Höhe und waren wie Eisklumpen. Und dann hat er damals andere Schuhe entwickelt aus einem, ich habe es vergessen, was für ein Material, die dann zwar nicht so wärmeisolierend waren, die waren also deutlich kühler. Er hat dann gesagt, er hat sich da irgendwie anders geholfen, aber sie sind eben wasserdicht und damit ist das nicht zugefroren, weil wenn das zufriert, er hat ja dann hat er dann irgendwann dann tatsächlich auch seine Zehen verloren, aber eben nicht am Everest, weil er wirklich dann neue Schuhe entwickelt hat. Also er ist unter die Erfindung gegangen und hat technisches Material entwickelt, was es zu der Zeit nicht gab, weil er gesagt hat: Was kann uns da daran hindern? Also das ist das was ich da aus Unternehmerrecht sehe, wirklich sagen: Okay, was steht da uns im Weg? Was bedeutet das konkret? Welche Hürden müssen wir wegräumen, damit es eben trotzdem geht? Diese Beharrlichkeit, das finde ich mega faszinierend.

Volker

Du hast da irgendwie vorhin mal so ein Triggerwort auch benutzt für mich, wenn irgendjemand sagt, das ist nicht möglich. Ich weiß nicht, kennst du das Gefühl? Dann fange ich sofort an zu überlegen, warum und wieso und warum kann man das nicht doch machen oder welche Lösung gibt es oder gibt es trotzdem einen Weg dem möglichst nahe zu kommen? Also das ist mein Trigger. Wenn ich das Es geht nicht höre, dann bin ich damit selten einverstanden.

Thomas

Ich finde das auch gut. Ich glaube, das ist einer der vielen Gründe, warum wir uns so gut verstehen, weil wir da völlig einer Meinung sind. Wenn ich einen neuen Klient habe, ich glaube, das haben wir schon an der einen oder anderen Stelle gesagt hier im Podcast, dann gibt es immer zwei Regeln. Bevor wir jetzt anfangen und starten, hier zwei Regeln. Die erste Regel ist Reden hilft. Da haben wir schon sehr ausführlich drüber gesprochen. Und die zweite Regel ist in der Tat: Alles, was du sagst, ist wahr. Und das hat nichts mit richtig oder falsch tun. Also wenn du sagst, zwei mal zwei ist fünf, dann ist das laut der bei uns gültigen Mathematik falsch. Aber es ist für dich wahr. Also wenn du sagst, es ist schwierig oder wie du gesagt hast, es ist unmöglich. Solange du sagst, das ist unmöglich, ist das wahr. Und Reinholt Messner hat das eben nicht geglaubt und damit ist es auch nicht wahr geworden, sozusagen. Deswegen deine Ansicht, das mal so aus Prinzip anzuzweifeln, vielleicht hätte sich herausgestellt, nachdem du das alles so untersucht hast und so hakelein und neue Sachen erfunden hast, wie Reinhardt, dass du gesagt hast: Okay, geht doch nicht. Kann sein, weil wenn man das so gehört hat, wenn der jetzt nicht 8. 848 Meter, sondern 8. 88 Meter hoch gewesen wäre, wäre es wahrscheinlich doch unmöglich gewesen. Oder der Preis wäre zu hoch.

Volker

Ich glaube, das ist diese Geschichte. Ich glaube, dieses Unmöglich, gibt es ganz oft überhaupt nicht, sondern es ist dann einfach, du musst etwas bewerten und sagen, da wird das Risiko zu hoch, da wird der Preis zu hoch, was ja ein Argument sein kann, wenn wir es aufs Geschäftliche übertragen.

Thomas

Es gibt natürlich eine Höhe. Da ist es tatsächlich unmöglich. Also wenn du sagst, 10 Kilometer, 20 Kilometer. Aber ob das eine 8. 850 oder 8. 860, also wo ist da die Grenze? Innerhalb dieser Grenzen hast du recht. Bei 10 Meter mehr, 20 Meter mehr, der Preis wäre deutlich höher gewesen. Ist es noch möglich, möglich gewesen? Vielleicht ihm nicht, aber vielleicht jemandem, der noch durch trainierter wäre, der noch verrückter ist. Er hat einen schönen Satz gesagt: Bergsteigen ist völlig sinnlos. Das ist das Kultivieren der Sinnlosigkeit. Das ist die Begeisterung für die Sinnlosigkeit, weil es ist einfach, da bist du hochgestiegen: Was hast du davon? Nichts, außer ein geiles Gefühl und du hast bewiesen, dass es geht und so.

Volker

Und dann kannst du wieder runtergehen.

Thomas

Dann kannst du wieder runtergehen und das ist auch mega anstrengend. Also er war da schon sehr, sehr klar. Also das war ein toller Mensch, sehr, sehr beeindruckend. Man kann natürlich auch über ihn diskutieren, wie immer über alle Menschen. Aber wie gesagt, aus der Unternehmersicht, und das ist ja unser Anspruch, kann man sich schon so ein paar Dinger heraussuchen und dieses Machsal, das war so unser Punkt. Also wie gesagt, man erzählt die Geschichte, ich habe es vorhin kurz angeteasert, dass Walt Disney zu etlichen Banken. Ich weiß nicht, ob es 160 waren. Ich habe diese Zahl von 160 im Kopf. Bitte nicht nach googeln, ob es nur 100 waren, 80 oder wie viel auch immer. Eine unfassbar hohe Anzahl von Banken, die er gefragt hat, seine Projekte da zu finanzieren und alle haben gesagt: Nein, wir finanzieren das nicht. Das ist einfach eine scheiße Idee. Niemand will so einen Vergnügungspark besuchen. Das ist viel zu teuer. Das ist völlig unmöglich. Da wäre Volker wieder wach geworden und es geht nicht. Wie kommt man dann auf das schmale Brett, immer weiter zu immer weiterzumachen, immer weiterzumachen? Man erzählt dann, er hat dann eine Bank gefragt, die wahrscheinlich selber schon kurz vor der Pleite war, die dann gesagt haben: Wenn wir es jetzt machen und wir gehen pleite, dann sind wir halt tot. Tod geht nicht. Wir sind sowieso schon fast tot. Und wenn es klappt, ist es die Rettung. Aber Wo holt man so diese innere Kraft her? Davon können wir, glaube ich, alle lernen. Und wenn wir uns immer wieder sagen: Ergebe ich mich in mein Schicksal? Wer immer das dann bestimmt. Oder sage ich: Nein, Schicksal gibt es nicht. Es gibt Machsal. Und ich mache die Dinge. Ich bin Unternehmer. Ich unternehme etwas, ich mache etwas. Das fand ich jetzt einen schönen Trigger für unseren heutigen Podcast.

Volker

Und mein Erleben ist, ich weiß nicht, hast du bestimmt auch schon oft erlebt, dass oft aufgegeben wird an einer Stelle, wo wirklich nicht mehr viel fehlt. Und deswegen ist es total wichtig, dieses, ich nenne es mal Durchhaltegehen, dass du einfach immer noch, nachdem du mit irgendetwas gescheitert bist, immer noch einen draufsetzt. Natürlich gibt es manchmal Momente, da geht nichts mehr, aber bei vielen, habe ich erlebt, ist noch bei weitem nicht alles ausgeschöpft und das finde ich Mich Ärgert so was immer.

Thomas

Ja, aber das ist eine wichtige Frage. Man sagt ja, wenn das Pferd tot ist, steigt ab. Aber wann genau ist denn das Pferd tot? Beim Pferd ist das relativ leicht festzustellen. Wenn du reitest, der andere sagt: Okay, dieses Pferd ist Du bist definitiv tot. Du brauchst jetzt keinen neuen Sattel, du brauchst keinen neuen Reiter, du brauchst keine Teamsitzung, du brauchst keinen Coaching, das Pferd ist tot. Wenn du aber in einem Bergwerk bist und nach Gold schärfst, nach der Goldader, nach dem letzten Diamanten, den du aus dem Berg rausholen willst, Und du sagst: Ich habe jetzt so tief gegraben, hier ist nichts, dann kann es sein, dass fünf Zentimeter weiter, wenn du nur fünf Zentimeter weiter gegraben hättest, die Goldader der größte Diamant der Welt zu finden gewesen wäre. Und das ist, glaube ich, das Problem, dass wir das nicht wissen. Und wir reden ja auch immer von Mut, das wäre ja unser Schlusssatz, so weiter. Aber nach Mut kommt eben Übermut. Und diese Schwelle zu erkennen: Wann wird es Borniertheit? Wann wird es Wahnsinn im Sinne des Wortes? Wann wird es zu einer Manie, dass man sagt, das geht, ist unmöglich, gibt es nicht. Und es gibt ja solche Fälle, wo die Leute wirklich mit einem extremen.  Die ganze Umwelt hinter sich lassen, alle Freunde und alle Unterstützung hinter sich lassen, weil sie völlig besessen sind von einer Idee. Aber es gibt eben auch die Fälle, wo das dann passiert und diese Besessenheit belohnt wird. Es wird oftmals nicht belohnt, das stimmt, aber oft genug. Und das sind die Dinge, die dann in den Geschichtbüchern stehen, wo es dann eben doch funktioniert hat. Nach dem 160. Mal Debunk, wir können heute noch in die Disney World und die Disney Lans dieser Erde fahren. Wenn wir Edison nehmen, gut, Glühbirnen sind jetzt auch aus der Zeit gefallen so ein bisschen, aber wie viel Fäden hat er probiert, bis er den Wolframfaden gefunden hat? Ich weiß nicht, was sagt man? Hunderte, tausende? Nach wie vielen Fäden? Wann hättest du gesagt, es gibt kein Material, was das aushält? Was bringt uns dazu, auf der einen Seite weiterzumachen, weiterzumachen, aber auf der anderen Seite zu sagen, okay, Jetzt habe ich eine Grenze erreicht. Bevor es jetzt zum Wahnsinn führt, höre ich tatsächlich auf. Oder bei deiner Definition zu bleiben, die ich sehr schön finde, wann wird der Preis zu hoch?

Volker

Genau, wobei du natürlich jetzt hier Beispiele bringst, wo es wirklich auch richtig, richtig die Existenz geht. Das haben wir aber bei den Unternehmern und Unternehmerinnen, mit denen wir sprechen, nicht so häufig. Und ich erlebe manchmal, dass relativ einfach eingeknickt wird und das Ärgert mich immer. Das ist eigentlich das, wo ich jetzt hier gerade für werben will, dass nicht einfach immer hinnehmen, wenn jemand sagt, das geht nicht. Es geht oft doch.

Thomas

Ja, und da bin ich hundertprozentig bei dir und dann eben nicht beim ersten Mal, es geht doch und dann kommt man wieder an eine Hürde und zu sagen: Okay, hat der andere doch recht gehabt, geht scheinbar doch nicht, sondern wirklich weitermachen, weitermachen, machen, Machsal. Nimm dein Schicksal in die eigene Hand. Machsal. Das wird dann belohnt. Es müsste gesund bleiben. Es darf nicht zur Verrücktheit werden, zur Manie werden, aber große Dinge, wie hat Steve Jobs gesagt, eine Delle ins Universum hauen. Das geht nicht mit einem kleinen Finger. Das geht nicht noch beim ersten Mal. Da musst du auch wissen, wie hoch ist der Preis? Bist du bereit, diesen Preis zu zahlen? Bist du bereit, dich zu engagieren? Bist du bereit, Dinge aufzugeben, dein Ziel zu erreichen? Also das ist einfach unser Appell.

Volker

Hilfe annehmen, Hilfe annehmen. Auch das erlebe ich ganz oft. Es gibt so viele Hilfestellungen, die ignoriert wird. Auch das ist erlaubt.

Thomas

Nicht nur das. Es ist ja noch viel schlimmer. Da gibt es noch einen Schritt vorne dran. Erst mal Hilfe fragen. Also Hilfe annehmen, da haben wir ja viele Schwierigkeiten. Da hast du vollkommen recht. Nur der Punkt ist ja, die Menschen haben verlernt, Hilfe zu bitten. Da haben wir übrigens auch schon mal im Podcast drüber gesprochen, wie cool das ist, einfach zu fragen. Du erinnerst dich, da ging es darum, dass wir am Kopierer stehen. Werde ich vorgelassen. Und wenn du einfach bittest und das Ganze begründest, dann ist die Hilfe, die dir zuteil wird, unfassbar umfangreich. Das sind jetzt nur kleine Beispiele mit der Hilfe, mit Hilfe annehmen, Hilfe bitten, Dinge analysieren, Kleinigkeiten verändern, den Prozess. Reinhard Messner hat diesen kompletten Prozess in winzigste Etappen zerkleinert und hat jeden Einzelnen angeguckt und hat in der modernen Industriewelt, würden wir sagen, Kaizen, diese minimalen permanenten Veränderungen und Verbesserungen. Von den Schuhen angefangen über das Gewicht der Ausrichtung und, und, und, und, und, und, und, ja. Jedes kleine Fitzel schon auseinandergekommen, Vosenoptimierung. Und am Ende war es dann halt so, ich meine, 400 Höhenmeter, das ist anstrengend, aber das ist nicht die Welt. Von 8. 500 auf 8. 800 Meter ist es halt ein Unterschied. Aber die Überlegung am Ende des Tages kann ich nachvollziehen, dass er sagt: Okay, natürlich ist das eine extreme Höhe, aber auf Meereshöhe ist das fast kein Problem. Was müssen wir alles tun? Und ich bin geflogen in einem Flugzeug. Das war, glaube der Punkt, und ich bin nicht ohnmächtig geworden. Also was kann ich tun? Was muss ich tun? Es ist offensichtlich möglich, dort zu überleben, in dieser Höhe zu überleben. Was kann ich tun, auch diese Höhe zu erklettern? Das ist ja noch mal ein Unterschied. Und dann nicht aufzugeben und dann wirklich zu sagen: Hey, weitermachen. Ich finde, das ist ein Schönes Triggerwort. Vielleicht können unsere Zuhörer und Zuhörerinnen von dir da wirklich das übernehmen, dass die genauso allergisch sind auf das Wort unmöglich. Du reagierst ja schon gerade zu allergisch und das finde ich großartig.

Volker

Na ja, wir haben ja ganz oft Wir können ja hier so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Wir machen ja manchmal so Mind Map Sessions, wo wir eine Idee durchdenken. Funktioniert das und wir kommen meistens sehr gefestigt mit ein oder zwei Ideen. Und ich habe das schon erlebt, dass wir nachher eine Mind Map mit 20 Abzweigungen haben. Das nur durch einen Austausch von zwei oder drei Personen.

Thomas

Ja, ich hoffe, wir konnten so ein bisschen unsere Zuhörer, Zuhörerinnen inspirieren von meinem schönen Erlebnis gestern Abend mit Reinhold Messner, den ich sehr bewundere. Falls ihr diese Podcast’-Folge hören wollt, schicke ich natürlich einen Link zu. Ich habe jetzt für eine private E’-Mail’-Adresse. Ich glaube, es könnte sein, dass sie es anhört und herzliche Größe, lieber Reinhold, an unsere Zuhörer und Zuhörerinnen, bei dem Wechsel vom schicksalhaften Ertragen in das Machsal übernommen Unternehmende, Engagement, wünsche ich jederzeit sehr, sehr viel Mut. Also bleiben Sie mutig.

Outro

Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know’-how Unternehmer mit Erfolg.

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Erfolg ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Handeln. In Denkbuch Erfolg Das Handeln zeigt Thomas Kapp, wie sie ihre Träume verwirklichen können. Der Schlüssel: Konkrete Schritte, die den Unterschied machen. Von Motivation und mentaler Stärke bis hin zu Zeitmanagement und Stressbewältigung. Lassen Sie sich inspirieren, aktiv zu denken und ihr Bewusstsein zu erweitern. Erschaffen Sie die Fundamente Ihres Erfolgs und gehen Sie Ihren eigenen Weg. Thomas Kapp, Denkbuch Erfolg, Band 3. Das Handeln.

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