Wunschkunden – warum sie dein Business verändern

In dieser Episode des Unternehmer Academy Podcasts sprechen Volker Pietzsch und Thomas Göller offen und praxisnah über ein Thema, das für Selbstständige und Unternehmer entscheidend ist: Wunschkunden.

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Inhalt der Episode

Warum fühlen sich manche Kunden wie Rückenwind an – und andere wie Dauerstress? In dieser Episode des Unternehmer Academy Podcasts sprechen Volker Pietzsch und Thomas Göller offen und praxisnah über ein Thema, das für Selbstständige und Unternehmer entscheidend ist: Wunschkunden.

Ausgehend vom neuen Buch „Wunschkunden – Die hohe Kunst der Neukundengewinnung“ geht es um die Frage, warum Umsatz allein kein gutes Kriterium für gute Kunden ist. Die beiden diskutieren, weshalb vermeintlich lukrative Aufträge am Ende oft mehr kosten als sie bringen – an Zeit, Energie, Nerven und Lebensqualität.

Du erfährst:

  • warum Wunschkunden für jeden etwas anderes bedeuten
  • welche Rolle Bauchgefühl, Erfahrung und Selbstreflexion spielen
  • weshalb „Augen zu und durch“ langfristig keine gute Strategie ist
  • wie Empfehlungen helfen können, auch Nein zu sagen, ohne Brücken abzubrechen
  • warum Mut eine der wichtigsten Unternehmerkompetenzen ist

Eine ehrliche, reflektierte Folge über Entscheidungen, Kommunikation und darüber, wie Unternehmertum leichter wird, wenn die Zusammenarbeit wirklich passt.

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Transkript zu dieser Episode

Intro

Der Unternehmer Academy Podcast. Wir machen aus Menschen mit Know how Unternehmer mit Erfolg.

Volker

2026 ist schon da und tolle Dinge werden in diesem Jahr passieren. Thomas Goehler bringt sein nächstes Buch raus.

Thomas

Das schon ewig lang in der Schublade liegt und jetzt endlich das Licht der Welt erblickt. Und wir können auch schon den Titel verraten Was steht schon alles fest? Cover steht usw. Das Buch wird heißen Wunschkunden. Die hohe Kunst der Neukundengewinnung.

Volker

Okay, und Wunschkunden ist was tolles, weil das ist etwas, was ich schon seit. Ich weiß gar nicht. Vor Jahrzehnten habe ich das entdeckt. Für mich ist zentral.

Thomas

Was hast du da entdeckt oder was? Was war da der Anlass?

Volker

Ich glaube, jeder, der selbstständig ist, kennt es, dass er Kunden hat. Und es gibt Kunden, für die arbeitet man gerne. Und es gibt Kunden, wie sage ich es vorsichtig, Für die arbeitet man weniger gerne. Und das ist eigentlich mittlerweile und eigentlich immer heute auch noch. Mein elementarer Maßstab.

Thomas

Also. Warum hättest du denn gerne Wunschkunden? Ist es das? Ist das wirklich nur dieses Du arbeitest gerne dafür, oder? Oder gibt es da was? Ist für dich die Motivation? Also warum? Warum? Also wenn ich dich richtig interpretiere, möchtest du ja gerne entweder nur Wunschkunden oder viel, viel mehr Wunschkunden. Das ist so das, was ich da rauslese.

Volker

Ich habe das Glück, ich habe das Glück, dass ich weitestgehend Wunschkunden habe. Das ist erstmal, sage ich, das ist ein Segen. [00:01:30.00] Wobei ich glaube, es ist tatsächlich aufgebaut und es hat etwas damit zu tun, dass wir ja täglich unsere Arbeit gerne machen. Und zwar so, dass es am besten sich nicht anfühlt wie Arbeit. Und ich glaube, das ist das, was auch Selbstständige vorantreiben sollte. Denn wenn du deine Arbeit und deinen Job gerne machst, dann geht es leichter. Macht es mehr Spaß. Du lernst noch schneller, als du Dinge manchmal lernst. Und das ist eigentlich elementar. Du hast ein besseres Leben.

Thomas

Aber noch mal um die Frage zu konkretisieren Warum wünschst du dir Wunschkunden? Warum geht das nicht mit anderen Kunden, wo du sagst Augen zu und durch? Verbringen viel mehr?

Volker

Also das ist natürlich jetzt eine eine Erfahrung. Das heißt, ich habe jetzt einen Kunden, mit dem komme ich überhaupt nicht zurecht. Das Budget stimmt, ist vielleicht sogar richtig gut. Das hatte ich auch schon. Also wo du sagst Hey, das ist ein richtig toller Kunde, bringt richtig viel Geld. Aber wir, ich sag mal, liegen überhaupt nicht auf einer Spur. Und am Ende, wenn du dir das Projekt dann ehrlich anguckst, stellst du fest, obwohl es eigentlich viel höher dotiert war, obwohl die Kalkulation richtig gut war, hast du weniger verdient.

Thomas

Okay.

Volker

Weil du musst mehr arbeiten. Du setzt viel mehr Zeit an, weil du einfach eine miese Kommunikation hast und ich kann es dir nicht sagen, was das ist. Bei mir ist es ein Trigger. Ich merke im ersten Gespräch, ich möchte das nicht.

Thomas

Also das ist ja auch so ein Punkt. Wie identifizierst du diese Wunschkunden? Also ja.

Volker

Also es ist tatsächlich es passiert im Erstgespräch, das ist das Auftreten und dann ein massives Bauchgefühl und ich habe am Anfang nie darauf gehört. Also ich sage, die ersten zehn Jahre habe ich alles gelernt, was man kann. Heute erkenne ich, wie jemand auftritt und dann sage ich Das ist nicht mein Kunde. Ich mache da sogar noch ganz witzige Dinge. Ich empfehle die Leute weg, wo ich sage Oh, das passt nicht zu uns, Aber ich habe eine Idee und mir ist da irgendwann mal was passiert, was ich wirklich eine so lustige Geschichte fand. Irgendwann ruft mich ein Kollege, der dasselbe macht wie ich, an und wollte sich noch mal bedanken für den tollen Kunden, den ich ihm geschickt habe.

Thomas

Das ist ja das und ich.

Volker

Und ich wusste nicht, was er meint. Bis wir nach viel hin und Her festgestellt habe, dass es jemand ist, mit dem wir gar nicht zurechtgekommen sind. Und dann habe ich gesagt Schluss, wir müssen aufhören. Ich glaube, du bist in dem Unternehmen besser aufgehoben und habe eine Empfehlung ausgesprochen, mich aber nicht mehr drum gekümmert.

Thomas

Aber das ist ja mega spannend. Das bedeutet ja, man kann die Kunden nicht einteilen in Wunschkunden und nicht Wunschkunden, sondern für dich war es kein Wunschkunde, aber für deinen mitbewunderer Mitbewerber war es sehr wohl ein Wunschkunde. Also dort hat es offensichtlich gepasst.

Volker

Also das ist tatsächlich für mich auch die ganz, ganz große Erkenntnis in diesem Thema. Wenn du mir das Wort Wunschkunden quasi vorgibst, dass der Wunschkunde für jeden völlig anders aussieht. Also ich brauche wahrscheinlich. Ich meine, wir haben ja in diesem Podcast auch über die unterschiedlichen Modelle gesprochen, wie Menschen funktionieren, ob sie eher diese sachlichen sind, ob sie eher diese äh, keine Ahnung. Ja und? Und ich vermute, das ist auch so ein bisschen an diesen Kriterien liegt. Also ich bin nicht so ganz der Freund, der mit diesen Daten, Fakten, mit diesen tausend Prozentigen Daten, Fakten, Menschen zurechtkommt. Das weiß ich schon und das merkst du halt aber auch ganz schnell.

Thomas

Aber woran merkst du es denn? Also weil du hast gesagt, zehn Jahre hast du zehn Jahre gebraucht und wenn du mindestens zehn hast, wenn du Zeit hast für die Leser des Wunschkunden Buches, dann ist ja das Du liest ja so ein Buch nicht, um selber zehn Jahre zu brauchen. Also was für konkrete Tipps könntest du denn geben, damit das bei einem Leser des Buches keine zehn Jahre dauert?

Volker

Das ist eine gute Frage. Ich glaube, es gehört zu diesen Dingen, die schwer zu fassen sind. Aber natürlich vergleicht man ja. Das heißt, ich habe natürlich einen in dem, was ich gemacht habe. Ich habe also einen relativ großen Kundenstamm mit vielen eher kleineren Kunden und kommen daher auf eine Datenbank von mehreren 1000 Kundenadressen. Und es war so ein bisschen auch das Schauen, wo läuft es gut und wo läuft es nicht rund und was haben die gemeinsam? Aber wenn. Wenn du mich jetzt so fragst, ist es meistens das Auftreten, das Persönliche.

Thomas

Also wenn ich, wenn ich das noch mal so ein bisschen rekapituliere, dann sagst du warum. Wunschkunden? Selbst wenn der. Sichtbare vorläufige Ertrag hoch ist, ist es im Nachhinein oftmals unabhängig von der Gesundheit und den Nerven. Zahlst du doch irgendwie drauf, weil dann nachzubessern ist, oder oder oder. Das ist so der eine Grund. Also das wäre dann warum Wunschkunden? Weil sie sich auch nicht rechnet. Weil du weniger Umsatz bei anderen Kunden machst, weil du vielleicht schlecht gelaunt bist oder oder genervt bist und das Familienleben, wenn du abends nach Hause kommst. Sozusagen. Wenn du neun to five Job hättest, dann will keiner, der der Familie was mit dir zu tun hatten, haben, weil du keine Wunschkunden heute hattest. So, das ist das eine. Ich.

Volker

Ich. Ich glaube, ich habe einen Vergleich. Ich glaube, ich kann ein Vergleich bringen, mit dem ich das etwas plastischer beschreiben kann. Jeder von uns kennt das. Wenn man in so einer Schlange steht und unterschiedliche Menschen mit einem Anliegen dort sind, vielleicht so ein so ein Bahnschalter, wo die Beschwerden vorgetragen werden. Und dann gibt es ja Menschen, die ganz ruhig und sachlich ihre Sachen vortragen. Und dann gibt es immer diese Lauten, die, obwohl man weiß, derjenige, der da sitzt, kann gar nichts ändern, außer dass er das jetzt aufnehmen kann, weitergeben kann und sich bemühen kann. Und die Lauten sind die, die ich nicht haben möchte.

Thomas

Ja, okay. Das heißt was? Ich habe mir so überlegt, was könnte ich dir für eine Frage stellen? Und da war unter anderem dabei Was sind Wunschkunden? Und das ist ja dann offensichtlich eine Frage, die völlig irregulär ist, weil für dich hast du ja gerade erklärt, was sind für dich Wunschkunden? Aber vielleicht ist das für jemand anders ganz ganz anders und und der sagt ich brauche diese Zahlen, Daten, Fakten orientierten. Ich mag dieses Emotionale nicht. Für mich ist das alles weichgespült, was es ja nicht ist, aber vielleicht für denjenigen. Und deswegen passt dieser andere Kunde besser zu dem. Und dann fällt mir dieser Spruch von meiner Oma ein. Ja, jedes Deckelchen findet einen Dieb oder so ähnlich. War das so? Ja.

Volker

Ich, ich. Ich finde, das ist auch so und vielleicht liegt es auch ein bisschen an meiner, an meiner Medienbranche, wo du halt einfach auch dann merkst relativ schnell, ob du in der Arbeitsweise mit den Menschen auf einer gleichen Wellenlänge tickst. Ich glaube, das spielt halt auch noch eine Rolle. Aber es ist es ist wirklich schwer zu fassen. Ich finde es jetzt spannend, weil ich dachte, es ist viel einfacher. Aber ich kann dir trotzdem sagen, wenn jetzt der Anruf kommt, ich führe ein Gespräch und dann weiß ich nach einer halben Stunde, ob ich das machen will oder nicht.

Thomas

Jetzt weiß ich von dir ist es natürlich ein bisschen nicht. Nicht ganz so gut, dass ich dich so gut kenne. Ich weiß, du verlässt dich auf dein Bauchgefühl, auf deine Intuition, wie man so schön sagt. Egal, ob das jetzt im Bauch ist oder im Rückenmark oder im Kopf. Wir verorten das ja oft im Bauch und du hast halt gelernt, das weiß ich darauf zu hören. Ich weiß es deswegen, weil ich gelernt habe, auf dein Bauchgefühl zu hören. Weil das also wirklich extrem oft richtig ist. Reicht uns das als Tipp für den Leser oder die Leserin zu sagen Hör auf dein Bauchgefühl. Also es ist ja, ist ja ein guter Tipp.

Volker

Ich also ich, ich finde, ich finde, ich finde. Ich sage da mal ein Jein. Natürlich. Wenn du das Gefühl was, was, was du jetzt beschrieben hast, was ich tatsächlich habe. Ich kann mich sehr oft auf das Gefühl. Also es geht auch mal schief. Also das ist ja auch mal ganz ehrlich. Also das Bauchgefühl liegt auch mal nebendran, dann muss man auch mal hingucken. Oft hat man sich dann auch was schöngeredet. Ja, also das ist in der Tat, also wenn. Wenn der Verstand mit reinkommt, muss man immer ein bisschen aufpassen. Also Bauchgefühl ist so dieses erste Gefühl. Und wenn da ein Grummeln ist, dann gebe ich dem nach. Und wenn man gelernt hat, das tatsächlich so ein bisschen zu trainieren und merkt, dass man sich darauf verlassen kann, dann würde ich sagen ja. Wenn man aber das Bauchgefühl vielleicht nicht entwickelt hat, weil ich glaube, auch das kann nicht jeder ohne Weiteres ja oder? Oder du brauchst vielleicht zehn Jahre dazu, dann geht es halt nicht. Ja, dann würde ich es erst trainieren, bevor ich mich darauf verlasse.

Thomas

Also was mir die ganze Zeit im Kopf rumgeht, ist. Ich glaube, dass es relativ einfach ist, wenn du sagst, ich habe so viele Kunden, die jeden Tag bei mir anrufen, Wenn ich jetzt zu dem einen Nein sage, weil ich ein Grummeln im Bauch habe, dann ist das nicht nicht schlimm. Aber was.

Volker

Da hast du das da hast du, da hast du recht. Und witzigerweise muss ich sagen, hat es ja dann auch wieder, obwohl das gar nicht meine Welt ist, auch was mit Daten zu tun, wenn man es ganz genau nimmt. Weil ich natürlich die Chance habe, in viele Fälle in viele Dinge reinzugucken und merke ach guck mal, diese menschliche Art liegt mir gut, damit komme ich zurecht. Die Menschen verstehen mich, ich verstehe die Menschen, das heißt, das Projekt geht einfach.

Thomas

Ah ja, das ist ein schönes Wort, das einfach, genau, einfach und leicht. Aber wie gesagt, ich stelle mir das. Das sind ja solche Tipps, die habe ich ja auch schon oft gelesen, auch in Büchern und in Interviews usw, wo man dann denkt ja, du hast leicht reden, wenn wenn du. Ja, wenn dieses Angebot von einem Kunden also das Kundengespräch am 28. eines Monats ist. Und du musst am ersten die Miete bezahlen. Kriegst du das dann hin, wenn du ein nicht näher definierbares, ungutes Gefühl, ein Grummeln in der Magengegend Gegend hast? Oder sagst du dann dieses Grummeln in der Magengegend ist, weil ich heute noch nichts gegessen habe oder zu viel gegessen habe oder sonst irgendwas? Und kriegst du es dann hin zu sagen? Nein Mann, wir beide haben da mittlerweile wir kriegen das hin, weil wir wissen nicht wer glauben, sondern wir wissen, dass etwas Besseres nachkommt.

 

Volker

Tatsächlich kommt ja die Erfahrung, dass ich sage, ich kann mit den Menschen nicht und mit den Menschen kann ich die kommt ja genau aus dieser Situation, dass du sagst, du baust etwas auf, das läuft noch nicht so, dann guckst du, es kommt ein tolles Angebot, sagst Oh, guck mal, ein Budget von 30.000 € kann ich gerade gut gebrauchen, sage ich ja. Ja, das ist relativ einfach. Und dann stellst du fest im Projekt Oh, das und das und das und das. Und dann vielleicht anstatt irgendwie sechs Wochen, stellst du auf einmal fest Oh, ich habe sieben Monate daran gearbeitet und irgendwie gibt es immer noch irgendwas, was zu tun ist.

Thomas

Sehr spannend. Also das ist. Jeder wünscht sich Wunschkunden. Und in meinem Buch steht eben auch eine Menge darüber, wie erreicht man die? Aber diese Identifikation und dann zu sagen okay, ich lehne auch die nicht Wunschkunden ab, ohne die oder den vor den Kopf zu stoßen. Und deswegen glaube ich auch dieser Tipp mit dem mit der Empfehlung ist genial.

Volker

Also das kann ich wirklich nur empfehlen. Ich habe für fast alle Dienstleistungen jemanden, den ich empfehlen kann und ich mache es auch. Also das heißt ich lasse niemanden, ich schicke niemanden weg, nur weil ich jetzt sage, für mich passt das nicht, sondern ich sage pass mal auf, ja, kann man ja auch ganz nett sagen, ich kann es gerade wirklich nicht machen. Ich kann nicht versprechen, dass ich pünktlich fertig bin. Aber ich weiß, da gibt es noch Kapazitäten. Ruf da mal an!

Thomas

Das Schöne ist ja und deswegen mag ich dich so in unserer Zusammenarbeit so sehr. Man könnte ja auch auf die Idee kommen, diese Empfehlung an jemand auszusprechen, dem man einen nicht Wunschkunden gönnt oder einen Wunschkunden missgönnt, der vielleicht in der Situation ist, einen Auftrag zu brauchen. Und man denkt so händereibend Oh, jetzt würde ich dem einen rein. Und so denkst du halt nicht, sondern du sagst, es ist nicht für mich, aber ein anderer. Da wird es hoffentlich passen. Und hoffentlich ist er so fit, das zu sortieren und sagt, das ist ein Wunschkunde oder eben nicht und dann passt es. Das heißt, du tust was Gutes und das ist, glaube ich, eine megatolle Energie. Und und ganz, ganz wichtig.

Volker

Und tatsächlich auch mit dem Zusatz also wenn ich zum Beispiel jetzt dann anrufen, angenommen, ich würde jetzt dir jemanden empfehlen und ich komme mit dem nicht zurecht, dann würde die Empfehlung in etwa so lauten Das da ruft dich gleich Herr Sowieso von der Firma XY an, die machen das und das. Die sind ganz gut im Geschäft. Da geht es um ein Budget von soundsoviel 1000. So was würde ich dir sagen. Und dann würde ich dazu sagen, ich komme mit denen nicht zurecht. Es ist nicht mein Fall, aber ich halte den Kunden an sich für interessant.

Thomas

Ja, das erinnert mich daran. Wir hatten ja, ich hatte ja mehrere Systemhäuser. Fünf Stück, um genau zu sein. Und wir waren in Bad Kreuznach. Gab es zu der damaligen Zeit, so Anfang der 90er Jahre ab 88 einen Kollegen von mir, mit dem ich befreundet war. Auch weil wir zusammen in der gleichen Firma gearbeitet haben und auch dort gelernt haben. Er hat Elektriker, ich habe Maschinenschlosser gelernt und nach dem Studium hat er ein Systemhaus aufgebaut. Und ich auch. Und die Leute haben sich immer gewundert, weil ihr seid doch Konkurrenten, Wieso guckt ihr euch an? Ja, weil wir uns gut kennen und eigentlich auch sogar befreundet waren. Ja, und das war immer ganz witzig. Zu mir sind dann Leute in den Laden reingekommen. Ich war bei dem Schmidt und das ist ganz furchtbar da usw. Ich will da nicht mehr. Und ich habe gehört, ihr seid so gut und dann gelobt. Ja, deswegen will ich jetzt in Zukunft mit euch zusammenarbeiten. Da könnte man natürlich drauf springen und meine Mitarbeiter sind auch oft drauf gesprungen und haben gesagt Guck mal, wir werden hier gelobt und die anderen sind nicht so gut und sind Müll und der Kunde kommt zu uns. Und ich war dann immer mega vorsichtig, weil ich ich kannte meine Pappenheimer ja sozusagen. Und ich wusste, die kochen alle nur mit Wasser und das ist ein guter Mensch. Ich kenne den schon schon jahrelang. Er hat mit mir gelernt, der macht das auch nach bestem Wissen und Gewissen. Und dann gab es immer die Frage Passt das nicht zusammen? So wie du sagst. Und dann habe ich ihn angerufen und habe gesagt Sag mal, der, der Kunde, der und der Kunde, sag mir mal was dazu, sagt er. Um Gottes willen, um Gottes willen, wir haben alles gemacht, Das ist der ist vom Staat. Nimm! Ja, der nimmt nur und der hat die letzten fünf Mahnungen nicht reagiert. Und wir haben noch soundso viel 1.000 € zu kriegen. Aha, so wollen wir diesen Kunden haben. Ja, weiß ich nicht. Nein. Wenn der ganz was wirklich selten vorkam, dass der gesagt hat Du hast eigentlich alles in Ordnung. Aber wir kommen einfach nicht mit ihm zurecht. Er hat Anforderungen, wo ich gedacht habe okay, wir haben einen Experten, der genau mit solchen Leuten umgehen kann, der eine bestimmte Spezialausbildung hat. Dann haben wir den Kunden genommen. In 80 % der Fälle wahrscheinlich mehr, haben wir gesagt. Wir haben gar keine Kapazität frei. Und wenn ich mich so daran erinnere, das ist ja nun schon etliche Jahre her, Anfang der 90er Jahre. Ich muss gestehen, am Anfang habe ich folgendes gemacht. Ich habe das dann im Sinne einer Vorabentschädigung kalkuliert und habe gesagt okay, da muss soundso viel Schmerzensgeld drin sein. Und dann habe ich dem ein Angebot gemacht, was so weit, so hoch war, dass ich gedacht habe, wenn der das bezahlt, dann darf der auch kein Wunsch, braucht er auch kein Wunsch, Kunde zu sein, hat selten funktioniert. Ein paar Mal schon. Und ganz ehrlich, da habe ich auch gelernt Trotz diesem Schmerzensgeldzuschlag hat es sich nicht gelohnt.

Volker

Also ich bin jetzt komplett. Also ich war gerade hellhörig, weil das war meine erste Strategie, die ich ausprobiert habe, dass ich dann einfach gesagt habe, das hakelt, aber dann, dann, dann. Da mache ich einfach mal ein anderes Angebot. Das habe ich mir irgendwann abgewöhnt.

Thomas

Ja, was machst du, wenn die Leute das annehmen? Es wird nicht besser, im Gegenteil.

Volker

Und witzigerweise passiert es halt auch. Ja, das heißt, das ist ja, das ist ja das Verrückte, dass du dann irgendwas Irrsinniges anbietest und dann gibt es hier und da doch noch den Zuschlag. Also das ist wirklich eine ganz, ganz, ganz, ganz verrückte Situation, die passieren kann.

Thomas

Ja und und und. Du machst es noch viel schlimmer, weil der Kunde hat so viel Geld bezahlt, dass natürlich die Erwartungshaltung auch extrem hoch ist. Ja, und das könntest du gar nicht leisten, oder? Ich konnte, wir konnten das gar nicht leisten. Wir haben auch nach bestem Gewissen gearbeitet. Wir waren wirklich gut, glaube ich. Aber halt, es sind alles Menschen. Und wenn du dann wirklich so einen Betrag bezahlt hast, dann denkst du, hier kriegst du die absoluten Überflieger und dann hat es noch weniger gematcht mit dem, was wir bieten konnten und mit der Erwartungshaltung des Kunden.

Volker

Ich habe noch ein anderes Privileg zu dem Thema Wunschkunden. Ich weiß gar nicht, warum das so ist. Alle Unternehmungen, die ich habe, passieren immer gemeinsam mit anderen Menschen, die witzigerweise ähnlich ticken, zu ähnlichen Entscheidungen kommen wie ich.

Thomas

Meinst du oft auf der, auf der Anbieterseite oder auf der.

Volker

Ob wir das jetzt machen oder nicht? Also das ist tatsächlich habe ich in fast allen Unternehmungen, wenn da das Gespräch was weiß ich. Manchmal macht man das mal, guckt mal, sprechen wir mit dem, bevor wir das jetzt machen. Und witzigerweise kommen wir da immer zu sehr ähnlichen Ergebnissen, sei es jetzt in den Produktionsfirmen als auch in Mentoren Media Verlag.

Thomas

Ja, das ist ja das auch ein neues Thema sozusagen. Was wir jetzt hier aufmachen, das machen wir beim nächsten Mal vielleicht. Das habe ich ja von dir gelernt, dass das unter dem Stichwort Kooperation [00:18:30.00] würde ich das jetzt abspeichern.

Volker

Ja, ja, aber mir ging es darum, dass das natürlich auch hilfreich sein kann, wenn man diese Entscheidungen Was ist jetzt ein Wunschkunde. Was ist ein nicht Wunschkunde, wenn man sie vielleicht nicht alleine treffen muss?

Thomas

Also da fällt mir das fällt mir was dazu ein. Meine Frau zum Beispiel hat einen unglaublichen Instinkt, was Menschen angeht und ich will jetzt gar keine Namen nennen, weil du. Du kennst eine Situation, die ziemlich eskaliert ist, die mich auch richtig viel Geld gekostet hat. Einen sechsstelligen Betrag vor einigen Jahren. Zum Glück schon sehr lange her, sodass die Wunden verheilt sind. Aber eine Narbe ist da immer noch.

Volker

Das habe ich dir auch gesagt.

Thomas

Du hast es gesagt und meine Frau hat mir es vom ersten Tag angesagt, vom ersten Tag an und das ist auch hilfreich. Einfach mal mit jemandem sprechen, weil der jeweilige Partner oder die Partnerin, die kennen einen halt und dann, die hören dann auch Zwischentöne und was ist da wirklich? Ich habe mir das damals schöngeredet, das muss man wirklich sagen. Und alle, alle meine komplette Umgebung hat gesagt Mach es nicht.

Volker

Vielleicht können wir das doch vielleicht etwas entschlüsseln. Ich glaube, es hat extremst was mit Selbstreflexion zu tun. Und das kann ich durchaus, dass ich einfach sage wie bin ich und wie ist das, was auf mich zukommt? Das Beispiel, das du dir jetzt noch angebracht hast, das war halt einfach Der Mensch war mir unangenehm. Und dann sage ich das auch. Ja, genau. Also jetzt nicht nicht im weil da habe ich keinen Grund zu. Aber ich habe zu dir gesagt oder irgendwie dass das kommt so gar nicht rüber zu mir und ich weiß gar nicht, da kam noch 1000 andere Sachen dazu. Ja.

Thomas

Ja, das stimmt. Also das heißt, diese Entscheidung zu treffen, also entscheiden. Da haben wir ja auch schon mal eine Folge drüber gemacht. Heißt ja, kommt aus dem altsprachlichen mittelalterlichen Bereich. Das bedeutet ja das Schwert aus der Scheide ziehen. Und wenn du das Schwert aus der Scheide ziehst, dann triffst du eine Entscheidung. Weil wenn du dann zustößt, zuschlägst mit diesem Schwert, dann hast du einen Teil der Positivisten, einen Teil der negativ ist. Und wenn du eben den Kunden wegschickst, weil es kein Wunschkunde ist, dann tut es weh, weil du hast den Umsatz im ersten Schritt nicht und du entscheidest dich eben für den positiven Teil. Deine Nerven sind sind besser, du kriegst viel bessere Aufträge. Es macht viel, viel mehr Sinn. Du machst viel mehr Umsatz, weil du mit Kunden arbeitest, die zufrieden mit dir sind, mit denen du zufrieden bist und dieses Schwert aus der Scheide ziehen und diese schwere Entscheidung zu treffen, dafür braucht man Mut. Und deswegen Ich würde sagen lass uns mal, wir können das Thema noch mal aufnehmen, aber für den Moment mal dabei belassen. Unser Buch Wunschkunden kommt am 19. März auf den Markt. Man kann es jetzt schon vorbestellen im Menton Media Verlag und überall dort, wo es Bücher gibt. Wunschkunden heißt einfach nur Wunschkunden. Thomas Göller. Bei diesen Entscheidungen sich auf Wunschkunden zu konzentrieren, da wünsche ich unseren Zuhörern und Zuhörerinnen Bleiben Sie mutig.

Outro

Der Unternehmer Academy Podcast Wir machen aus Menschen mit Know how Unternehmer mit Erfolg.

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