Zwischen Kanzel und Konzernetage
Burkhard Hanke studierte evangelische Theologie mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Unternehmensethik. Direkt nach der Wende gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Instituts für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) in Kiel und Rostock sowie des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE), das die Debatte um moralische Verantwortung in der deutschen Wirtschaft entscheidend mitprägte. Es folgten leitende Positionen bei namhaften Beratungsunternehmen sowie mehr als 30 Jahre internationale Führungserfahrung in HR, Recruiting, Employer Branding und Nachhaltigkeitsmanagement – eine Laufbahn, die auch von einer selbst durchlebten und überstandenen Burnout-Erkrankung geprägt ist.
Musiker mit Blick fürs Zusammenspiel
Neben der Führungsarbeit ist Musik für Hanke mehr als Ausgleich: Als Saxophonist, Querflötist und Sänger steht er regelmäßig auf der Bühne und bringt von dort ein Gespür für Timing, Zusammenspiel und Komposition mit in seine Arbeit als Coach, Speaker und Autor.
Vom Sachbuch über Kinderhörspiel zum Kriminalroman
Bekannt wurde Hanke zunächst mit seinem Sachbuch „Knallhart empathisch – Führen mit Herz und Hirn” (Goldegg Verlag, 2025) über empathische Führung. Mit der Hörbuchreihe „Tim und Bo” veröffentlichte er anschließend Abenteuergeschichten für junge Hörer:innen, bevor er sich mit CARLA – Requiem ohne Ruhe erstmals einem literarischen Kriminalroman für Erwachsene zuwendet: einem Hamburg-Krimi, der Ermittlungsarbeit und musikalische Komposition zu einem psychologisch dichten Fall verwebt.
Warum Burkhard Hanke einen Krimi wie eine Partitur komponiert
Als Ethiker und Musiker bringt Burkhard Hanke für CARLA zwei ungewöhnliche Blickwinkel mit: Die Frage nach Schuld und Urteil kennt er aus Jahrzehnten der Auseinandersetzung mit Wirtschafts- und Sozialethik, das Gespür für Aufbau, Timing und Zusammenspiel aus der Musik. In CARLA verschmelzen diese Perspektiven. Wie der Titel Requiem ohne Ruhe andeutet, findet auch nach dem letzten Ton keine der Figuren einfach Frieden. Im Hintergrund schwingt die Frage mit, die auch Hankes Arbeit als Leadership-Autor durchzieht: was Menschen wirklich ausmacht, wenn Kontrolle auf Freiheit trifft.
